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Protest gegen SOPA

17.01.2012

Wikipedia schaltet 24 Stunden ab

Wikipedia bezeichnet sich selbst mit mehr als 20 Millionen Artikeln in 282 Sprachen als das größte Lexikon der Welt. Foto: Robert Schlesinger
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Wikipedia schaltet ab: Aus Protest gegen US-Gesetzespläne zum Kampf gegen Raubkopierer im Internet will das Online-Lexikon sein englisches Angebot für 24 Stunden abschalten.
Bild: dpa

Wikipedia schaltet ab: Aus Protest gegen US-Gesetzespläne zum Kampf gegen Raubkopierer im Internet will das Online-Lexikon sein englisches Angebot für 24 Stunden abschalten.

Wikipedia schaltet ab: Aus Protest gegen US-Gesetzespläne zum Kampf gegen Raubkopierer im Internet will das Online-Lexikon Wikipedia sein englisches Angebot am Mittwoch für 24 Stunden abschalten. Die geplante Gesetzgebung werde dem "freien und offenen Internet" Schaden zufügen, erklärte die Wikimedia-Stiftung am Montagabend in San Francisco. Wikipedia-Gründer Jimmy Wales warnte vor "neuen Werkzeugen für die Zensur" von Webseiten in den USA.

1800 freiwillige Mitarbeiter zeigen sich entschlossen

Mehr als 1800 freiwillige Mitarbeiter des Internet-Lexikons entschieden sich den Angaben zufolge nach einer Online-Diskussion zu dem beispiellosen Schritt. Von Mittwoch um 06.00 Uhr MEZ an soll die englische Version der Wikipedia für 24 Stunden lang nicht abrufbar sein. "Heute haben Wikipedianer aus der ganzen Welt ihre Stimme gegen diese zerstörerische Gesetzgebung erhoben", sagte Wales.

Kritik an SOPA und PIPA

Die Kritik richtet sich gegen den Stop Online Piracy Act (SOPA) und den Protect IP Act (PIPA), die derzeit im Repräsentantenhaus beziehungsweise Senat zur Abstimmung stehen. Beide Gesetzesvorhaben widmen sich der Bekämpfung der Internetpiraterie und werden vor allem von der Film- und Musikindustrie unterstützt.

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So sollen Internetseiten, denen Urheberrechtsverstöße zur Last gelegt werden, auf eine schwarze Liste gesetzt werden können. Kritiker befürchten, dass dies zu einer willkürlichen Sperrung von Webangeboten führt.

Offener Brief an Google und Co.

In einem offenen Brief hatten die Gründer von Internetriesen wie Google , Twitter, Wikipedia und Yahoo! sich bereits im vergangenen Monat besorgt über die beiden Gesetzesvorhaben gezeigt. Damit könne die US-Regierung das Internet anhand von Techniken zensieren, die auch von Staaten wie China, Malaysia und dem Iran angewandt würden, hieß es. (afp)

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