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Bebauungsplan

15.07.2020

18 neue Bauplätze in Fristingen

Bernhard Schulz

Im Dillinger Stadtteil wollen einige Bürger bauen. Für einen war die Beratung im Rat ein Abschied

Im Dillinger Stadtteil Fristingen sollen 18 neue Bauplätze entstehen. Der Dillinger Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung die Planung dafür weiter vorangetrieben.

Nach der Aufstellung des Bebauungsplans „Wohngebiet Langenbuchstraße Süd, Fristingen“ im Dezember hat sich das Plenum am Montagabend mit Einwendungen und Anregungen von Behörden und Bürgern im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung befasst. Bedenken eines Fristingers beispielsweise richteten sich grundsätzlich gegen die Standortwahl für dieses Baugebiet. Dem widersprach Verwaltungsrat Christoph Röger. Angrenzend an das Areal im Westen Fristingens existiere bereits ein Wohngebiet, und es sei sinnvoll, die Wohnbereiche an diesem Ort zu bündeln.

Die Wohnnutzung bei zwei der 18 Bauplätze steht unter dem Vorbehalt, dass die Tierhaltung auf dem nahe gelegenen landwirtschaftlichen Anwesen dauerhaft aufgegeben würde. Derzeit ist dort keine Tierhaltung vorhanden. Diese könnte aber wiederaufgenommen werden – hierauf besteht Bestandsschutz.

Der Dillinger Stadtrat beschloss am Ende einstimmig die öffentliche Auslegung des Bebauungsplans. Zweiter Bürgermeister Johann Graf freute sich über den Fortgang des Verfahrens. „Durch dieses Baugebiet wird niemand beeinträchtigt“, sagte Graf. Die Landwirtschaft habe einen Bestandsschutz. Weiter nördlich könnten in Fristingen keine Baugebiete ausgewiesen werden, denn dort sei ein HQ-100-Überschwemmungsgebiet. Die Nachfrage nach Bauland sei in Fristingen groß, sagte Graf. Es gebe einige Interessenten, die derzeit woanders in Miete wohnen.

Für Diplom-Verwaltungswirt Bernhard Schulz war der Termin ein besonderer Anlass. Denn „Mister Bauleitplanung“ geht in diesen Tagen in Ruhestand.

Oberbürgermeister Frank Kunz dankte dem 65-Jährigen für 39 Jahre, die Schulz im Dienst der Stadt Dillingen gearbeitet hat. Der Mitarbeiter der Bauverwaltung, der aus Nördlingen stammt und seit 1981 in Dillingen lebt, gab den Dank zurück. „Die Zusammenarbeit war geprägt durch Offenheit und Vertrauen“, sagte Schulz. Das sei wichtig, denn in der Bauleitplanung gebe es gelegentlich auch mal knifflige Situationen. (bv) Foto: Berthold Veh

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