Liebe Leserin, lieber Leser,
40 Jahre musste das Volk Israel nach seiner Befreiung aus der Sklaverei in der Wüste wandern, bis es in das gelobte und versprochene Land kam. Uns hier in Höchstädt blieb so etwas erspart, doch wir dürfen seit nun 40 Jahren unsere Anna-Kirche nutzen – Grund zu danken und zu feiern. Wir sind so froh über unser schönes Gemeindezentrum, wo Menschen jeden Alters beten, singen, handarbeiten, gesellige Spieleabende gestalten und so vieles mehr. Zahlreiche Gruppen treffen sich dort: Kindergottesdienst, Mini- und Maxiclub, Kreativ- und Handarbeitskreis, Jugendteam, Männergruppe Volltreffer, Chor Cantamos, Seniorenkreis ... So wichtig das Gebäude ist, um so mehr sind es die vielen engagierten Menschen, die mit Herzblut Gottesdienste und Gruppentreffen gestalten und die Anna-Kirche mit Leben und Liebe füllen – zusammen mit unseren Pfarrerinnen und Pfarrern der letzten 40 Jahre und darüber hinaus, die Mitarbeitende aufbauen, motivieren und segnen.
„Ein kluger Mann baut sein Haus auf festen Grund“
Das Wichtigste: Jesus Christus ist mitten unter uns, als Fundament, auf dem die Gemeinde gegründet ist. In Gott haben wir Hoffnung und festen Halt. Jesus sagt: „Ein kluger Mann baut sein Haus auf festen Grund, auf Fels. Wenn nun die Stürme toben, bleibt das Haus stabil stehen.
Er – der auferstandene Herr bleibt an unserer Seite – was auch kommen mag
Es gibt leider viele Stürme auf der Welt. Vor 2000 Jahren, als Jesus über diese Erde ging, war das schon so – bis heute ist das so geblieben. Doch so sehr die Wellen (Krieg, Krankheit, Tod usw.) auch toben, mit Jesus/Gott gehen wir nicht unter. Er – der auferstandene Herr bleibt an unserer Seite – was auch kommen mag. Vor vier Wochen feierten wir Ostern, den Sieg des Lebens über den Tod. 40 Tage von Ostern bis Himmelfahrt ist Jesus insgesamt 500 Menschen begegnet: den Frauen am Grab, den Traurigen auf dem Weg nach Emmaus, den Jüngern, seiner Mutter Maria und seinen Geschwistern und noch so vielen anderen. Sie erkannten ihn, als er mit ihnen sprach, Brot und Wein teilte, als er am Kohlenfeuer Fisch für seine Freunde briet und sagte: „Kinder, habt ihr nichts zu essen?“
Jesus begegnet bis heute jedem Menschen voll Liebe und Erbarmen und das ganz persönlich, so wie es jede/jeder von uns braucht. Jesus sagt zu Dir und zu mir: „Fürchtet Euch nicht, siehe, ich bin bei Euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ So gehen wir weiter unsere Wege mit Gott, der uns liebt.
Ich schließe mit einem Lied: Gut, dass wir einander haben, gut, dass wir einander sehen, Sorgen, Freuden, Kräfte teilen und auf einem Wege gehen. Gut, dass wir nicht uns nur haben, dass der Kreis sich niemals schließt und dass Gott, von dem wir leben, hier in unserer Mitte ist. Ich bete: „Jesus, Du gehst mit. Du öffnest Augen und Herzen. Du hilfst, Grenzen zu überschreiten und über den Tellerrand zu schauen, mehrere Seiten zu betrachten. Du siehst mich/uns und bist immer für uns da. Amen. In diesem Sinne : ein frohes Kirchweihfest, einen blühenden Mai!
Ihre Anni Ebermayer, Prädikantin der evangelisch-lutherischen Anna-Kirche, Höchstädt
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