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Dattenhausen

31.07.2020

500 Liter Heizöl landen in Kläranlage Dattenhausen

Am Donnerstag entfernten Mitarbeiter 500 Liter Heizöl aus der Kläranlage Dattenhausen. Die Polizei sucht nach dem Verursacher.
Bild: Jakob Stadler (Archiv)

In der Dattenhausener Kläranlage war gestern viel zu tun. Mithilfe eines Saugwagens mussten insgesamt 2000 Liter Wasser-Öl-Gemisch entfernt werden. Der Verursacher scheint wohl aus Baden-Württemberg zu kommen.

Rund 500 Liter Heizöl sind von Mittwoch auf Donnerstag über das Abwassersystem in die Kläranlage Dattenhausen weitergeleitet worden. Das Heizöl gelangte vor dem Einlauf in das Klärbecken in ein Sandfangbecken, wodurch ein größerer Schaden abgewendet werden konnte. Mitarbeiter der Kläranlage pumpten mithilfe eines Saugwagens 2000 Liter Wasser-Öl-Gemisch aus dem Vorklärbecken.

Kläranlage Dattenhausen: Verursacher wohl aus Baden-Württemberg

Die Polizei sucht nun nach dem Verursacher. Vermutlich gelangte das Heizöl aus einem Abbruchhaus oder einem Haus, an dem Umbauarbeiten stattfinden und Arbeiten am oder im Bereich des Öltanks vorgenommen wurden, in die Kläranlage.

Die Kläranlage wird vom Abwasserzweckverband Härtsfeld (AZV) betrieben und umfasst einen Einzugsbereich von insgesamt 24 Ortschaften aus drei Landkreisen und zwei Bundesländern. Zwei Stränge leiten ihre Abwässer in die Kläranlage: die Ortschaft Reistingen im Landkreis Dillingen und Gemeinden aus dem angrenzenden baden-württembergischen Bereich. Die Gemeinden lauten Ballmertshofen, Trugenhofen, Hofen, Dunstelkingen, Eglingen, Osterhofen, Fleinheim, Auernheim und Steinweiler. Außerdem Kleinkuchen, Großkuchen, Rotensohl, sowie Schweindorf, Ohmenheim, Kösingen, Dorfmerkingen, Elchingen, Stetten und Neresheim. Zudem ist die Autobahnraststätte Kohlplatte (A7) an das Abwassersystem angeschlossen.

500 Liter Heizöl landen in Kläranlage Dattenhausen

Der Abwasserzweckverband Härtsfeld geht davon aus, dass die Verunreinigung ihren Ursprung nicht in Reistingen hat und damit vom Hauptstrang, aus Baden-Württemberg kam. Acht Stunden bräuchte das Heizöl vom weitentferntesten Ort des Einzugsbereichs in die Kläranlage. Das erklärt die von der Polizei angegebene Zeitspanne, zwischen Mittwoch, 23 Uhr und Donnerstag, 7.30 Uhr.

500 Liter Heizöl ist in Kläranlagen eine Seltenheit

Das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth wurde informiert. Raimund Stern, zuständig für den Landkreis Dillingen, sagt, dass es immer mal wieder in den Kläranlagen zu Verunreinigungen käme. Doch die große Ölmenge sei nicht die Regel. „Da muss irgendetwas passiert sein. Niemand kippt einfach 500 Liter Heizöl ins Abwasser“, sagt Stern gegenüber unserer Zeitung.

Was wäre passiert, wenn das Öl durch das Vorklärbecken durchgelaufen wäre? Laut Stern hätte es zu einer verminderten Reinigungsleistung geführt, sprich: Die Kläranlage würde schlechter reinigen. Die Werte, die das Abwasser haben muss, um in die Gewässer weitergeleitet zu werden, könnten damit nicht mehr erfüllt werden. Das kann zu Umweltschäden führen. In diesem Fall ist es laut Stern gut gegangen.

Die bestehende Kläranlage, bei Ziertheim-Dattenhausen angesiedelt, stammt aus dem Jahr 1988 und wurde 2015 ausgebaut. ( mit pol)

HINWEISE Die Polizei Dillingen bittet unter der Telefon 09071/560 um Zeugenhinweise, die Angaben zu dem Verursacher geben können.

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