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Höchstädt

24.09.2019

60 Musiker aus 16 Kapellen spielen in Höchstädt auf

Das Bezirksorchester präsentierte sich im Höchstädter Schlosshof.
Bild: Simon Hörbrand

Das Bezirksorchester zeigt in Höchstädt sein Können. Was sich die Verantwortlichen trotz dieses Erfolges wünschen.

Mit einem modernen Konzertmarsch eröffnete das Bezirksorchester des Musikbezirks 17 Dillingen/Donau des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes (ASM) stimmungsvoll seine Konzertserenade. An insgesamt vier Probentagen über das Jahr verteilt hatte ASM-Bundesdirigent Thomas Hartmann mit dem Projektorchester geprobt. Unter seiner Leitung präsentierten die 60 Musiker aus 16 Musikkapellen des Landkreises nun das Ergebnis. Etwa 300 Zuhörer hatten sich bei strahlend blauem Sonntagabendhimmel in den Höchstädter Schlosshof mit seiner tollen Akustik eingefunden.

Gefühlvolle Soli und Frank Sinatra

Ihnen gab das Blasorchester mit dem zweiten Stuck Hill Country Holiday mit seinen anmutigen Melodien und kräftigen Rhythmen einen tiefen Einblick in die Seele amerikanischer Country-Kultur. Im Kontrast dazu wurde das Publikum bei Montanas del Fuego auf die Vulkanberge der Insel Lanzarote entführt – feurig und mit iberischem Touch in Melodie, Rhythmus und Klangfarbe. Martina Becher konnte dabei mit einem gefühlvollen Saxofonsolo glänzen, ebenso wie Susanne Götz im darauffolgenden Frank Sinatra Classics, eine Zusammenstellung von vier Klassikern des Sängers. Da diese ohne Vereinfachung und stilfremde Elemente arrangiert wurden, stellten sie eine besondere musikalische Herausforderung dar, die das Blasorchester souverän meisterte. Als Fan von großen Orchestern hatte Frank Sinatra sicherlich wahre Freude gehabt, zusammen mit dem Bezirksorchester aufzutreten, so Bezirksschriftführer Uwe Kaipf, der gekonnt und humorvoll durch das Programm führte.

Vier Schlagzeuger amüsierten das Publikum in Höchstädt

Nach einer kurzen Pause nahmen die Musiker das Publikum im symphonischen Blasorchesterwerk Fate of the Gods gefühlvoll und imposant mit auf eine musikalische Reise in die nordische Göttermythologie. Das eher ruhige aber schwungvolle Sandpaper Ballet bot eine Bühne für das Schlagwerkregister. Begleitet vom Orchester schwangen die vier Schlagzeuger Teresa Bäuerle, Leon Löffler sowie Marcus und Jacob Koch ihr Schleifpapier auf Holzblöcken vor dem amüsierten Publikum mit ähnlichem rhythmischem Witz wie beim Typewriter-Song. Den Abschluss bildete 80er KULT(tour), ein Arrangement von fünf Kulthits der 1980er Jahre. Da bei diesem Stuck die Spielfreude der Musiker nochmals voll zu spüren war, sprang der Funke auf das Publikum über. Dieses forderte mit stehenden Ovationen Zugaben. Diese wurden prompt geliefert.

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Was hinter dem Bezirksorchester steckt

Bezirksvorsitzender Josef Werner Schneider begrüßte zahlreiche Ehrengaste aus Politik und ASM. Er bedankte sich besonders beim Dirigenten Thomas Hartmann, den Sponsoren, dem Musikverein Donauklang Höchstadt-Blindheim, der Stadtkapelle Lauingen und dem Spielmannszug Lauingen für logistische und räumliche Unterstützung. Das Bezirksorchester wurde in diesem Jahr gegründet, um für Musiker aller Altersgruppen eine Plattform zu bieten, die ihnen neue musikalische Impulse bringt. Zudem lernt man Musiker aus anderen Vereinen kennen.

Thomas Hartmann zeigte sich in einer kurzen Ansprache begeistert, wie viel in den Proben in der kurzen Zeit musikalisch erreicht werden konnte. Bezirksdirigentin Ingrid Philip brachte es bei einem Gespräch im Anschluss auf den Punkt: „Wenn die Musiker auch in Zukunft so motiviert und mit viel Spaß an die Sache herangehen, können wir uns noch auf viele Projektphasen des Bezirksorchesters freuen.“ (pm)

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