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12.02.2015

Abfallverband warnt vor Straßensammlung

Bisweilen werden in den Gemeinden Flugzettel von Sammlern verteilt nach dem Motto „Wir nehmen alles kostenlos mit von A wie „Aggregat“ bis Z wie „Zapfen“.

Flugblätter sollten ignoriert werden

Bisweilen werden in den Gemeinden Flugzettel von Sammlern verteilt nach dem Motto „Wir nehmen alles kostenlos mit von A wie „Aggregat“ bis Z wie „Zapfen“. Wie in Gosheim jetzt erst passiert, fordert die ungarische Familie „Jancsika“ die Bewohner auf, gebrauchte oder nicht mehr benötigte Gegenstände zur Sammlung einfach auf den Gehsteig zu stellen. Der Abfallwirtschaftsverband Nordschwaben rät generell davon ab, bei Sammlungen, bei denen alles angenommen wird, mitzumachen.

Wie der AWV mitteilt, sieht das Kreislaufwirtschaftsgesetz vor, dass Straßensammlungen vorab und rechtzeitig angezeigt und vom Landratsamt genehmigt werden müssen. Voraussetzung dafür ist unter anderem, dass sich die Sammler ausreichend zu erkennen geben und den Verbleib der zu verwertenden Abfälle aufzeigen müssen. Damit soll gewährleistet werden, dass gesammelte Gegenstände ordnungsgemäß und schadlos verwertet werden. Oft werden diese Voraussetzungen nicht erfüllt. Dann untersagt das Landratsamt die Sammlung.

Hat der Sammler seine Adresse nicht angegeben, erreicht die Untersagung den Sammler nicht. Dann sind die Gemeinden gefordert, ihre Bürger zu informieren. Da aber das Landratsamt oft erst in allerletzter Minute erfährt, dass eine unerlaubte Sammlung geplant ist, wird es bisweilen schwierig, die Bewohner rechtzeitig zu erreichen.

Deshalb sollten Bürgern, die fragwürdige Flugblätter im Briefkasten vorfinden, die zur Sammlung von fast allem auffordern, bei ihrer Gemeinde oder beim Landratsamt nachfragen.

Elektrogeräte aber zum Beispiel dürfen gar nicht bei einer Straßensammlung bereitgestellt werden, sondern müssen über den Handel zurückgegeben werden oder aber über die kommunalen Sammelstellen, wie etwa über die Recyclinghöfe. Der AWV sorgt dann für die fachgerechte Verwertung oder Entsorgung. Die Elektrogeräte werden dann von zertifizierten deutschen Fachbetrieben zerlegt und die Einzelteile umweltgerecht verwertet. Giftige Rückstände werden ohne Gefahren für Mensch und Umwelt entsorgt.

Gelangen Elektrogeräte aus solchen Straßensammlungen etwa nach Afrika, läuft das Recyceln in der Regel weit entfernt von Umweltstandards ab, so der AWV. Das unsachgemäße Recycling zerstört ganze Landstriche, weil Boden und Flüsse verseucht sind. Darüber hinaus gelangen die Gifte in die Nahrungskette, so dass wir als Europäer ebenfalls die Auswirkungen der fatalen Recyclingpraxis zu spüren bekommen.

Positiv beurteilt der AWV Nordschwaben Vereinssammlungen. Dabei wird vor allem Papier gesammelt. Diese Aktivitäten unterstützt der Verband, indem die Erlöse an die sammelnden Vereine gegeben werden. (pm)

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