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27.06.2009

Abi Vegas - Bona-Abiturienten knacken den Jackpot

Dillingen Pokern, zocken, zinken und eine großartige Show liefern - das Abithema des Dillinger St.-Bonaventura-Gymnasiums kann nicht in allen Punkten auf die 45 Absolventen übertragen werden, ist sich Direktor Franz Haider sicher. "Pokern um zu punkten habt ihr nicht nötig. Dieser Jahrgang hat durch Leistung auf sich aufmerksam gemacht", sagt er. Die Noten sprechen für sich. Der Abischnitt liegt bei 2,33. Allein bei 16 Schülern steht eine Eins vor dem Komma. Vielleicht ein Grund, warum die Stimmung bei der Verabschiedung der Abiturienten einfach stimmt. Sicherlich auch wegen des harmonischen Miteinanders des Abschlussjahrgangs. "Wir zogen alle am selben Strang", so die Abiturientinnen Natascha Häutle und Ulrike Thürheimer in ihrer Rede. Sie seien keine Revoluzzer gewesen. Nein, sie hätten sich mit ihren Lehrern verbündet. "Ein Lehrer, der zuhört, dem hören auch die Schüler zu. Lehrer die Kritik einstecken können, die dürfen auch welche austeilen", resümieren sie. Kollegstufenbetreuerin Erika Martin vergleicht den Jahrgang mit den Teilnehmern einer Expedition. "Die typischen Eigenschaften eines Pioniers wie Neugier, Abenteuerlust, Risikobereitschaft, Initiative, Zuversicht, Optimismus, Tatendrang und Ausdauer waren letztendlich die Voraussetzung für das Bestehen der zweijährigen Bewährungsprobe in der Kollegstufe", sagt sie.

"Ein Blättchen Erfahrung ist mehr Wert als ein Baum von Ratschlägen", gibt Schulleiter Haider den Abiturienten mit auf den Weg. Er veranschaulicht den Spruch mit zwei Symbolen. Ein zerborstenes Autolicht erinnert an den Auffahrunfall der Abiturienten nach der Notenbekanntgabe, eine Geige an die selbstständig organisierte Kulturnacht, die von allen Seiten als "Showhighlight" gelobt wird. Der Direktor und die Kollegstufenbetreuerin verteilen die Reifezeugnisse. Die fünf besten Schüler (Christina Bartenschlager, Katharina Dirr, Anja Hörmann, Daniela Linder, Susanne Wunderle) erhalten zusätzlich ein Online-Stipendium von e-fellows.net. Manuela Rappel wird vom Altphilologenverband für ihre herausragende Leistung im Fach Latein mit einer Anstecknadel geehrt, Susanne Wunderle erhält den Karl-von-Frisch-Abiturientenpreis. Eine Auszeichnung, die in Bayern lediglich die 25 besten Absolventen des Faches Biologie in Empfang nehmen dürfen.

Michael Holzinger gratuliert als Stellvertreter des Landrats den frischgebackenen Schulabgängern. Genauso wie Dillingens Oberbürgermeister Frank Kunz, der der besten Abiturientin Anja Hörmann (Schnitt 1,1) den Sonderpreis der Stadt Dillingen verleiht. Alfons Sappler spricht für den Elternbeirat und Förderverein und vergleicht die Schulkarriere mit einem Marathonlauf. Für den geglückten Zieleinlauf hat er auch noch Geschenke dabei. Jeder der Abiturienten erhält Gutscheine vom Kaufhaus Paul, Eiscafé Veneto und Parfümerie Giffel.

Neben glänzenden Ansprachen gibt es am "Bona" wie immer glanzvolle musikalische Darbietungen. Diesmal unterhalten die Big Band um Instrumentallehrer Reinhold Kutscher, Stefanie Reininger, Daniela Linder und Mathis Weigel mit der Sonate A-Dur von Händel und die Gruppe bellA capella die Besucher mit ihren Beiträgen. Der Höhepunkt: Johannes Halbig trägt am Klavier "Change" vor. Das Lied hat der Killerpilz einen Tag zuvor geschrieben. Seine Schulfreunde sind begeistert. Es fließen Tränen und es gibt ohrenbetäubenden Applaus.

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