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Landkreis Dillingen

16.10.2019

Abschaltung AKW: Gibt es dann eine Versorgungslücke?

Die Lage am Fluss ist für das AKW Gundremmingen wichtig .
Bild: Ulrich Wagner

Die SPD im Landkreis Dillingen beschäftigt sich mit dem Thema Energie und wie es in Zukunft weitergehen kann.

Die SPD-Kreistagsfraktion um den Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Konle hatte den Leiter für Kommunalmanagement der LEW, Walter Albrecht, zur Fraktionssitzung eingeladen. Wie die SPD in einer Pressemitteilung vorrechnet, sei die Energieversorgung Bayern, nach Abschaltung der AKW gegen Ende 2022 trotz Versorgungslücke gesichert. Von den 12,7 Gigawatt an Höchstlast sind demnach acht Gigawatt gesichert. Es entstehe eine Lücke von 4,7 Gigawatt, die mit vier Gigawatt von Südlink (über Baden-Württemberg) und mit zwei Gigawatt von Südostlink (über Nürnberg) gesichert werden.

Fotovoltaik oder Windkraft?

Allerdings seien die beiden Übertragungsleitungen nicht vor 2025 fertig. Bis dahin müsse Bayern von Baden-Württemberg und Österreich Strom beziehen – oder auch Atomstrom von Frankreich. Der Referent erklärte: Wenn die Bundesregierung das Klimapaket um die Fotovoltaik und die Windkraft noch schneller umsetzt, könnte eventuell Bayern energieautarker werden. Der Kommunalmanager propagierte vehement die These: „So viel wie möglich dezentral, so wenig wie nötig zentral.“ Die LEW eröffnet weitere Geschäftsfelder, um Privatkunden und Kommunen für Investitionen zur Energieautarkie für Privathaushalte und Kommunen zu animieren.

Kommunen können Einnahmen erhöhen

Jede Kommune sollte für sich prüfen, ob sie Freiflächen mit etwa einem Hektar und bestimmten Richtlinien zur Verfügung hat, um eine Freiflächen PV-Anlage mit bis zu 750 KW zu betreiben. Die Kommune habe nach drei Jahren die freie Option, die Anlage ganz zu übernehmen, wenn sich die Investition für rentierlich erweist. Ansonsten trägt das Unternehmen das Risiko. Dieses Projekt sei ein guter Beitrag der Klimaerwärmung entgegenzuwirken, meinte der stellvertretende Fraktionssprecher Jürgen Hartshauser. Zudem könnten Städte und Gemeinden so ihre Einnahmen erhöhen. Ein weiterer positiver Effekt: Durch die extensive Bewirtschaftung werde die Biodiversität gefördert.

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Strom in Wärme umwandeln

Albrecht informierte darüber, dass ab 2020 die ersten PV-Anlagen aus der EEG-Vergütung auslaufen. Danach böten sich viele Möglichkeiten an, wie etwa der Einbau von Batteriespeichern, den Strom in Wärme umwandeln, in eine Cloud einzuspeisen, oder den Strom regional oder direkt zu vermarkten. Vor allem die dezentrale Energieversorgung hätte eine nachhaltige Zukunft. (pm)

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