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Haunsheim

19.07.2019

Abschied: So blickt Pfarrer Axel Schmidt auf die Zeit in Haunsheim

Axel Schmidt war acht Jahre lang Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Haunsheim/Bachtal. Nun verlässt der 42-Jährige die Region und nimmt eine neue Stelle in Puchheim (Landkreis Fürstenfeldbruck) an. Am kommenden Sonntag wird Schmidt in Haunsheim verabschiedet.
Bild: Andreas Schopf

Plus Axel Schmidt, evangelischer Geistlicher für Haunsheim und das Bachtal, zieht nach zehn Jahren im Landkreis in seine oberbayerische Heimat. Diese Erfahrungen hat er in der Region gemacht.

Haunsheim Axel Schmidt kennt den Landkreis Dillingen seit mittlerweile mehr als zehn Jahren. Gut zwei Jahre war der evangelische Geistliche in Dillingen aktiv. Seit acht Jahren ist Schmidt Pfarrer in der evangelischen Kirchengemeinde Haunsheim/Bachtal. Nun verlässt Schmidt die Region. Am kommenden Sonntag, 21. Juli, um 14.30 Uhr wird er in der Haunsheimer Dreifaltigkeitskirche durch Dekan Jürgen Pommer verabschiedet. Schmidt nimmt eine neue Stelle im oberbayerischen Puchheim (Landkreis Fürstenfeldbruck) an. Der 42-Jährige kehrt damit ein Stück weit in seine Heimat und zu seiner Familie zurück. Ursprünglich stammt Schmidt aus Kolbermoor (Landkreis Rosenheim).

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Pfarrer Axel Schmidt hat die Region lieben gelernt

Dem Ende seiner Zeit in Haunsheim sieht er mit gemischten Gefühlen entgegen. „Auf der einen Seite ist jeder Neuanfang spannend“, sagt er. Mit Puchheim erwartet ihn eine deutlich größere Gemeinde in einem städtischen Umfeld. „Auf der anderen Seite ist auch Trauer dabei.“ Schmidt betont, wie herzlich ihn die Menschen in der Region aufgenommen hätten. „Es war schön hier“, sagt er. „Die Menschen waren immer offen und sind mir sehr freundlich begegnet.“ Die Tatsache, dass die Region katholisch geprägt ist, habe er als evangelischer Pfarrer nie negativ zu spüren bekommen. Es sei immer ein gutes Miteinander gewesen, auch mit Vertretern der Kommunen, sagt Schmidt. Die Region habe er unter anderem wegen der Weitläufigkeit und dem damit verbundenen Platz und der Ruhe lieben gelernt.

Die größten Projekte in seiner Zeit in Haunsheim waren unter anderem die Modernisierung des Kindergartens und die Erweiterung von zwei auf vier Gruppen. Auch die geplante Waldkindergarten-Gruppe in Haunsheim erforderte seine Planungen. Beschäftigt hat ihn immer wieder der Wunsch nach einem neuen Gemeindezentrum mit Gottesdienstraum im Bachtal. Ein Projekt, das nach wie vor aussteht. „So etwas braucht viel Vorlauf“, sagt Schmidt.

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Seine tägliche Arbeit bestand natürlich auch aus der Gemeindearbeit, den Gottesdiensten, Beerdigungen oder Taufen. Dazu war er wechselweise auch immer wieder in anderen Gemeinden in der Region zu Gast. Seit vergangenem Herbst hat er die Elternzeitvertretung für die Lauinger Pfarrerin Alicia Menth übernommen.

Die Suche nach einem Nachfolger läuft

Seine neue Stelle in Puchheim wird Schmidt zum 1. September antreten. Der Umzug mitsamt seiner Familie steht Ende August an – sofern sein neues Zuhause bis dahin bezugsfertig ist. Das dortige Pfarrhaus wird derzeit renoviert. „Ich hoffe, die Arbeiten werden rechtzeitig fertig“, sagt Schmidt und lacht. Wer Schmidt als Pfarrer nachfolgt, ist derzeit noch unklar. Die Stelle wird ausgeschrieben, die Pfarrei wartet auf Bewerber. Geistliche zu finden ist mittlerweile eine Herausforderung, sagt Schmidt. Die geburtenstarken Jahrgänge verabschieden sich kontinuierlich in den Ruhestand. Dazu gebe es momentan wenig Wechselbewegung im kirchlichen Bereich. „Selbst Pfarreien in München und Nürnberg haben es derzeit nicht leicht, Posten zu besetzen“, sagt Schmidt. Der Landkreis Dillingen habe es vor diesem Hintergrund besonders schwer. So mancher potenzielle Kandidat würde die Region als „Niemandsland“ abstempeln, sagt Schmidt. „Dass das hier ein schönes Eck ist, hat keiner so richtig auf dem Schirm. Das ist schade.“

Dem Sonntag sieht Schmidt freudig entgegen. Nach seiner Verabschiedung findet rund um das Haunsheimer Gemeindehaus das Sommerfest statt. „Ich freue mich, viele Menschen noch einmal sehen und mich persönlich von ihnen verabschieden zu können“, sagt er. „Auch wenn dieser Abschied wehtut.“

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