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Aislingen

16.01.2019

Aislinger Feuerwehr bekommt die „kleine Lösung“

Der Aislinger Gemeinderat hat nach zwei Jahren der Diskussion eine Entscheidung getroffen: Das bestehende Feuerwehrgebäude am Marktplatz soll umgestaltet werden. Es gibt keinen Neubau.
Bild: Simone Bronnhuber (Archivfoto)

Die Gemeinde will das bestehende Gebäude am Marktplatz erweitern und stimmt gegen einen Neubau.

Der Gemeinderat Aislingen hat abgestimmt. Mit 8:3 Stimmen haben auf Nachfrage bei Bürgermeister Jürgen Kopriva die Ratsmitglieder am Dienstagabend nun endlich eine Entscheidung darüber getroffen, auf die die Feuerwehrkameraden der Marktgemeinde schon lange warten. Und die lautet: „Kleine Lösung“. Das bedeute, dass der bestehende Standort sukzessive optimiert und für das neue Einsatzfahrzeug ein Einstellplatz gebaut werden. Die voraussichtlichen Kosten betragen laut Kopriva rund 327000 Euro.

Der Neubau hätte 1,65 Millionen Euro gekostet

Neben der Erweiterung des bestehenden Feuerwehrhauses stand auch die große Lösung zur Diskussion. Diese wurde, wie berichtet, von den meisten Aktiven der Feuerwehr sowie einigen Ratsmitgliedern favorisiert. Dabei handelte es sich um den Komplettneubau eines Feuerwehrgerätehauses im Gewerbegebiet Richtung Lauingen. Die veranschlagten Kosten: 1,65 Millionen Euro. Mehr als zwei Jahre hat der Gemeinderat immer wieder diskutiert und mehrere Varianten gegenüber gestellt. Die Entscheidung haben sich die Räte um Bürgermeister Kopriva nicht leicht gemacht. Anfang November wurde dann im ersten Schritt entschieden, sich auf zwei Alternativen festzulegen – die kleine und große Lösung.

Bei der Sitzung am Dienstag konnte Jürgen Kopriva dazu nun jeweils konkrete Kosten vorlegen. Kopriva stellte auch die Zahlen für zwei Stellplätze vor. Diese, so der Ratschef, werden mit jeweils 55000 Euro bezuschusst und der von der Feuerwehr gewünschte dritte Stellplatz erhalte einen Zuschuss über 68000 Euro. So verblieben bei der Gemeinde noch Kosten über rund 1,5 bis 1,6 Millionen Euro – für die große Lösung, den Neubau im Gewerbegebiet. Zu hohe Kosten. Bei der Sitzung, so schildert es Kopriva auf Nachfrage, habe er erläutert, dass mit „finanziellen Engagement der Gemeinde über die nächsten Jahre die finanzielle Handlungsfähigkeit fehle“. Nach eingehender sachlicher Diskussion der jeweiligen Planungsvarianten erfolgte die Beschlussfassung mit dem mehrheitlichen Abstimmungsergebnis für die Erweiterung des des bestehenden Feuerwehrgerätehauses.

Es gibt auch lange Gesichter nach der Entscheidung

Unter den rund 15 Besuchern der Sitzung habe es auch lange Gesichter nach dieser Entscheidung gegeben, teilte Bürgermeister Kopriva mit. Doch diese Beschlussfassung sei keine Entscheidung gegen die Feuerwehr gewesen. Dies hätten die Ratsmitglieder auch mit Nachdruck ausgedrückt und den Floriansjüngern gegenüber ihr uneingeschränktes Lob für ihre stetige Einsatzbereitschaft ausgesprochen. „Bei dieser Entscheidung haben natürlich die Kosten erheblich mitgespielt, jedoch immer mit Blick auf die Einsatznotwendigkeiten für die Wehr“, so Kopriva.

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