Dillingen

28.08.2016

Alarm am Ammersee

Die Dillinger Wasserwachtler hatten ihre eigenen Boote an den See mitgebracht.
Bild: Foto: Andrea Grimminger

Die Dillinger Wasserwacht arbeitete im Dießener Strandbad. Und wurde nicht nur einmal zum Einsatz gerufen.

 „Wasserwacht Dießen für Leitstelle – bitte kommen!“ Auf diese Nachricht meldeten sich kürzlich nicht Mitglieder der Dießener Wasserwacht, sondern der Dillinger: Zehn Mann, darunter ausgebildete Sanitäter, Wasserretter und Bootsführer waren an den Ammersee gereist, um dort ehrenamtlich ein verlängertes Wochenende Dienst im Strandbad St. Alban am Ammersee zu leisten.

Dieser Einsatz stellt für die Dillinger Wasserwachtler eine interessante Abwechslung zu dem sonst üblichen Dienst im Eichwaldbad in Dillingen dar. Bis zu 4000 Menschen finden sich an einem sonnigen Tag im Strandbad ein. Dazu kommen auf dem See neben den Schwimmern, Tauchern und planschenden Kindern dann noch die Segler, Surfer, Ruderer, Stand-up-Paddler und natürlich die Motorbootfahrer. Bereits morgens gegen 5.30 Uhr steigen die ersten Schwimmer ins Wasser. Auch wenn die Wachstation um diese Zeit noch nicht bei der Leitstelle angemeldet ist, hatten die Dillinger schon ein Auge auf die Gäste. Das Team frühstückte gerade, als es am zweiten Steg Hektik bemerkte. Zwei Schwimmer stützten einen Mann, eine Frau rannte hektisch Richtung Eingang. Dillingens Wachleiter Olaf Mack war sofort auf den Beinen und auf dem Weg zu dem Mann, der im Wasser einen Schwächeanfall erlitten hatte. Ein zweiter Mann schnallte sich sofort den Einsatzrucksack um und folgte ihm.

Gemeinsam brachten sie den Patienten zur Wachstation. Dann kam der Mann aufgrund seiner Vorerkrankung ins Krankenhaus. Im Lauf dieses Tages musste der Rettungswagen noch ein weiteres Mal wegen einer Schnittverletzung angefordert werden. Gegen Mittag die Meldung: „Unklare Rauchentwicklung im Naturschutzgebiet.“ Sofort machte sich eine Bootsbesatzung auf den Weg in Richtung Süden. Währenddessen beobachteten die Dillinger von der Wachstation aus die Situation bis Entwarnung kam: „Kontrolliertes Abbrennen außerhalb des Naturschutzgebietes. Alles in Ordnung.“ Langeweile gab es auf jeden Fall an diesem Wochenende nicht. So musste die Badeinsel von dem Kot der Vögel gereinigt werden, damit die Badegäste nicht ausrutschen. Außerdem ist die Wachstation stets Anlaufpunkt für die Badegäste, sei es nur, um eine Auskunft einzuholen, oder um eine Schnittwunde, eine Schürfwunde oder einen Stich versorgen zu lassen.

Zudem muss immer wieder einmal für Ordnung gesorgt werden, weil sich Badegäste nicht an die Regeln halten oder auf Gefahren aufmerksam gemacht werden müssen. Außerdem nutzten die Dillinger Bootsführer auch die Gelegenheit, ihre Kenntnisse bei diversen Übungen – auch nachts – zu vertiefen, um so für echte Notfälle gewappnet zu sein.

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