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11.07.2010

Alexander Lungu zelebriert seine erste heilige Messe

Von seinen ehemaligen Mit-Ministranten bekam Lungu Wein (Ulrich Borkert) …
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Von seinen ehemaligen Mit-Ministranten bekam Lungu Wein (Ulrich Borkert) …

Lauingen Kaum ein Platz war mehr frei im Lauinger Martinsmünster. Selbst die hintersten Reihen dieser großen Kirche waren gefüllt. Alle wollten sie dabei sein beim ersten Gottesdienst, den dieser Sohn ihrer Gemeinde zelebrierte. Alexander Lungu feierte gestern in seiner Heimatstadt seine Primiz. Rund 1000 Gläubigen spendete er den Segen.

Ein bisschen aufgeregt sei er schon, meinte der 27-Jährige vor der Messe. Ministranten, Geistliche und die Fahnenabordnungen zahlreicher Lauinger Vereine hatten sich vor dem Pfarrheim versammelt. Lungu betete, erinnerte an Albert Wolf, der ebenfalls im Martinsmünster seine Primiz gefeiert hatte und für den ein Kreuz an dieser Stelle aufgestellt ist. Dann zog der lange Menschenzug in die Kirche ein - mit dem Neupriester am Ende.

Stadtpfarrer Lothar Hartmann begrüßte die Festgemeinde. In Sankt Martin seien in den vergangenen Jahrhunderten viele Feste gefeiert worden - und an diesem Tag gebe es ebenfalls ein bedeutsames Ereignis. Lungu habe Gottes Rufe nicht unbeantwortet gelassen. Für seine zukünftige Aufgabe wünschte ihm der Stadtpfarrer unter anderem viel Kraft, Freude und "tonnenweise" die Gnade Gottes.

Lungu eröffnete den feierlichen Gottesdienst. Chor und Orchester der Pfarrgemeinde Sankt Martin führten die Spatzenmesse von Mozart auf, unterstützt wurden sie dabei von den Solisten Anne-Kathrin Abel, Sina Marie Ziegler sowie Johannes und Josef Weihmayr. Aufwendig feierlich geschmückt in den Farben Weiß-Gelb hatten die Landfrauen und Mesner Stephan Britzelmaier die Kirche. Mehrere Schwestern der Dillinger Franziskanerinnen waren gekommen, zudem die beiden Landtagsabgeordneten Georg Winter ( CSU) und Professor Georg Barfuß (FDP) sowie CSU-Bezirksrat Helmuth Zengerle.

Alexander Lungu zelebriert seine erste heilige Messe

Die Primizpredigt hielt Prälat Professor Dr. Walter Brandmüller. Er sprach über die geistige Zerrüttung der Menschen in unserer Zeit, in der viele die Gier nach Geld oder etwa Macht erfasst habe: "Die Welt ist hilflos geworden, weil sie gottlos geworden ist." Und genau in diese Welt werde nun ein Priester gesandt, um den Gläubigen den Weg zu zeigen. Für diese Aufgabe brauche es Mut und Tapferkeit, Wendehälse seien dafür nicht geeignet: "Jesus selbst hat Widersprüche erregt und erfahren." Ein Pfarrer begleite die Menschen ein Leben lang - von der Taufe über die Kommunion und die Ehe bis zum Sterben. Dabei spende er heilige Sakramente und sei ein "Ausspender der Geheimnisse Gottes". Als einen "Angestellten der Gemeinde" will Brandmüller die Aufgabe eines Priesters nicht verstanden sehen - eher als einen, der den Menschen mit Barmherzigkeit begegnet, wie es auch Jesus getan habe.

Licht in manche Dunkelheit

Landrat Leo Schrell sagte, die große Festgemeinde sei auch ein Beweis für den traditionellen Respekt vor der Segenskraft eines Primizianten. Lauingens Bürgermeister Wolfgang Schenk betonte, dass Lungu seinen ganzen künftigen Lebensweg Gott gewidmet habe. Und der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Franz Bauer schenkte dem Primizianten eine Taschenlampe - unter anderem als Symbol dafür, dass er selbst das Licht in manche Dunkelheit bringen könne. Lungu bedankte sich bei seinen Gästen - und lud alle zum Empfang ein, der dann ins Pfarrfest überging. Dort sorgte die Fanfare Brass Band um Organisator Norbert Ruchti für beste Stimmung, bevor am Abend ein Dankgottesdienst im Martinsmünster folgte.

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