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 Abschluss der Kulturtage

22.10.2017

An der Via Danubia sollen Attraktionen entstehen

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4 Bilder
Die musikalische Umrahmung bei der Abschlussveranstaltung der 20. Kulturtage des Landkreises Dillingen in der Aula der Aschbergschule in Weisingen übernahmen der Musikverein Markt Aislingen die Bläsergruppe des Musikvereins Ellerbach  und die Aschbergchöre aus Glött, Holzheim und Weisingen in verschiedenen Zusammenstellungen.
Bild: Brigitte Bunk

Die 20. Kulturtage des Landkreises Dillingen gehen mit einer „historisch-musikalischen Stunde“ in der Aschbergschule in Weisingen zu Ende. Was sich Festredner Arnold Schromm  wünscht.

Arnold Schromm hat einen Wunsch: „Es ist zu hoffen, dass bei uns an der Via Danubia noch weitere Attraktionen entstehen.“ Die Landschaft jedenfalls sei es wert, sagt der Historiker am Sonntag bei seinem Festvortrag, in dem er die Gäste der Abschlussveranstaltung der 20. Kulturtage des Landkreises Dillingen 2000 Jahre zurück in der Zeit führt. Mit dem Zweiten Vorsitzenden des Historischen Vereins Dillingen begeben sich die Hörer gedanklich auf die Donau-Südstraße aus der Römerzeit. Südlich vom römischen Limes, in der Provinz Raetien, wo die Römer 15 vor Christus einmarschiert waren und als erste größere Stadt Kempten gegründet hatten, dann Augsburg. Dr. Schromm spricht vom ersten Kastell in Aislingen, das in Holz-Erde-Bauweise entstanden ist, wo 500 Mann stationiert waren, welche die Grenze zu sichern hatten. Auch südlich von Mertingen, bei den Burghöfen.

Der Referent zeigt Abbildungen, wie diese Kastelle früher ausgesehen haben sollen, und Fotos von Rekonstruktionen. Der Weg führt zum Thürlesberg bei Buttenwiesen, nach Binswangen, auch nach Faimingen, wo die Römer ein Kastell errichtet haben. Das gaben sie aber später auf und gründeten eine Zivilsiedlung. Historiker hätten anhand der Bilder auf den Grabsteinen viel über das Leben in dieser Zeit erfahren können, berichtet Schromm. Auch, dass die Römer bereits Straßenkarten hatten, die das ganze Reich erschlossen, erfahren die Gäste. Außerdem, dass Kaiser Caracalla schon ein Jahr vor seinem Feldzug im August/September 213 sämtliche Straßen und Brücken bauen ließ. Einer der drei Meilensteine, die gefunden wurden, ist in der Kirche in Gundelfingen zu sehen. Übrigens hat dieser Kaiser auch Faimingen besucht, um im Tempel zu opfern. „Eine Menge historische Plätze sind in unserer Region zu finden“, erklärt Dr. Schromm. Er empfiehlt, von Katzenstein/Trugenhofen aus auf dem schnurgeraden Weg kilometerweit Richtung Bopfingen zu wandern oder zu radeln, um zu sehen, wie die Römer ihre Straßen gebaut haben.

Wie der Vortrag führten auch die Kulturtage dieses Jahr „vom Thürlesberg gen Aschberg hin“. Schade sei es, meint Landrat Leo Schrell, dass diese vier Wochen zu Ende sind, die kulturelle Brücken zwischen den Menschen und den Generationen gebaut hätten. „Jedes noch so exquisite kulturelle Angebot braucht eine zeitliche Grenze“, sagt Vorsitzender Anton Kapfer. Er freut sich, dass die Verantwortlichen den Erwartungen gerecht geworden seien. Der Landrat dankt dem Vorsitzenden und seinem Team von DLG – Kultur und Wir, dass sie „vielen einheimischen und auswärtigen Kulturschaffenden eine breite und qualitativ hochwertige Plattform für ihre musikalischen, künstlerischen, filmischen und literarischen Künste und ihr kreatives Schaffen geboten haben“. Das Angebot der fast 100 Einzelveranstaltungen sei reichlich genutzt worden. Die Besinnung auf die eigenen kulturellen Kräfte, auf den Zauber der Zusammenarbeit in unseren Heimatregionen durchziehe die Kulturtage wie ein unsichtbares Band, ohne den Blick hinaus auf die Welt zu verstellen, sagt Schrell.

Auch die Bandbreite der musikalischen Darbietungen während der „historisch-musikalischen Stunde“ macht die Matinee zu einer kurzweiligen Veranstaltung. Am Ende erhält Kulturvereins-Geschäftsführerin Hedwig Regensburger-Glatzmaier Blumen für ihr Engagement.

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