Newsticker

Johns Hopkins University: 200.000 Infizierte in den USA
  1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Appell von OB Frank Kunz: Soziale Kontakte minimieren

Dillingen

20.03.2020

Appell von OB Frank Kunz: Soziale Kontakte minimieren

Die Stadt Dillingen appelliert mit Plakaten daran, Abstand zu halten.
Bild: Stadt Dillingen

In der Corona-Krise fordert der Dillinger Rathauschef Frank Kunz dazu auf, Abstand zu halten. Unverständnis zeigt er für das Verhalten von Unbelehrbaren.

Zahlreiche Bürger kommen in diesen Tagen auf die Stadt Dillingen zu – sie äußern dabei ihr Unverständnis und machen ihrem Ärger Luft, teilt Oberbürgermeister Frank Kunz mit. Und zwar darüber, dass es immer noch zahlreiche Personen gibt, die trotz des Katastrophenfalls ihr Verhalten nicht ändern. Sich weiterhin zum Grillen verabreden oder eng in Straßencafés nebeneinander sitzen. „Wie soll ich meinen Söhnen erklären, dass sie nicht rausdürfen, wenn die Kinder im Garten nebenan mit der halben Nachbarschaft spielen?“, fragt etwa eine aufgebrachte Mutter.

Dillingen: OB Kunz fordert auf, soziale Kontakte zu minimieren

Die Stadt verweist in diesem Zusammenhang nochmals ausdrücklich darauf, dass soziale Kontakte jeder Art auf das absolute Minimum reduziert werden sollen. Die Sperrung der Spiel- und Bolzplätze, die von der Staatsregierung am Montag angeordnet wurde, wurde von der Stadt daher sofort umgesetzt, betont Rathauschef Kunz. Doch auch für Erwachsene gilt: Wenn man andere Personen trifft, so ist auf einen möglichst großen Abstand zu achten.

Stadt Dillingen hat Poster aufhängen lassen

Um dies auch im öffentlichen Stadtbild zu verdeutlichen, hat die Stadt nun überall in Dillingen Poster aufhängen lassen. Auf diesen wird gebeten, Abstand zu anderen Personen zu halten. Mindestens eineinhalb Meter, besser wären drei. Auch Geschäfte können sich an der Aktion der Stadt beteiligen und die Poster in ihre Schaufenster hängen. Größtes Unverständnis für das Verhalten der „Unbelehrbaren“ hat auch Oberbürgermeister Kunz: „Es geht in dieser Krisen-Situation darum, solidarisch mit unseren kranken und älteren Mitbürgern zu sein – und das bedeutet, dass jeder von uns seine sozialen Kontakte nicht nur reduziert, sondern auf das absolut Notwendige minimiert.“

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Bei einigen sei diese Erkenntnis noch nicht angekommen. Deswegen teile er die Einschätzung des Ministerpräsidenten. Markus Söder hatte am Donnerstag gesagt: „Wenn sich viele Menschen nicht freiwillig beschränken, dann bleibt am Ende nur die bayernweite Ausgangssperre als einziges Instrumentarium, um darauf zu reagieren. Das muss jedem klar sein.“ (pm)

Das könnte Sie auch interessieren:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren