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Landkreis

17.09.2016

Atommüll-Lager: Bündnis fordert mehr Sicherheit

Im Bild von links: Kassenprüfer Jürgen Kopriwa, Bürgermeister Markt Aislingen, Georg Feth, Landratsamt Heidenheim, Schriftführer Wolfgang Schubaur, Rechtsanwalt Burgau, langjähriger Stadtrat Rudolf Wahl, Kläger aus Gundelfingen, Oberbürgermeister Frank Kunz, Große Kreisstadt Dillingen, Vorsitzender Norbert Bereska, Bürgermeister Nattheim, neues Vorstandsmitglied Thomas Häusler, Fraktionsvorsitzender der Bürgerliste im Kreistag Dillingen aus Unterglauheim, 2. Vorsitzender Roland Grandel, Bürgermeister Bächingen; es fehlt Vorstandsmitglied Ingrid Krämmel, Bürgermeisterin Bachhagel.
Bild: Quelle: Bündnis

Der Vorsitzende Norbert Bereska schreibt an Ministerpräsident Seehofer

Das „Bündnis Atommüll-Lager Nordschwaben – nein danke“ fordert mehr Sicherheit am Kernkraftwerk Gundremmingen ein. Der Vorsitzende, Nattheims Bürgermeister Norbert Bereska, hat deshalb an Ministerpräsident Horst Seehofer geschrieben. „Herr Ministerpräsident Seehofer, wir fordern mehr Sicherheit am Standort des Kernkraftwerks und Zwischenlager in Gundremmingen“, heißt es dort. In mehreren Veranstaltungen hatten das Bündnis von 60 Gemeinden und den Landkreisen Heidenheim und Dillingen sowie das Forum, insgesamt etwa 60000 Bürger, über die fehlende Sicherheit des Zwischenlagers und über die Schwachstellen des Siedewasserreaktors des Kernkraftwerks informiert. „Wir werden nicht nachlassen, für mehr Sicherheit in unserer Region zu kämpfen“, kündigte jetzt Bereska bei der Jahreshauptversammlung in Dillingen an. Im Anschluss hatte der Strahlenschutzamts-Chef Wolfram König auf die Notwendigkeit hingewiesen, die Suche nach einem Endlager für den radioaktiven Müll voranzubringen (wir berichteten).

Das Bündnis habe sich in den vergangenen zwei Jahren leidenschaftlich dafür eingesetzt, dass am Standort des Zwischenlagers in Gundremmingen die höchstmögliche Sicherheit für die Bevölkerung ermöglicht wird, sagte Bereska. Bei Informationsveranstaltungen zur Energiewende und zum Atommüll vor der Haustür referierte neben den Experten Dieter Majer und Christian Isslinger (Erkundungsbergwerk Gorleben) auch Ute Vogt, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion. Die Landräte Thomas Reinhardt, Heidenheim, und Leo Schrell, Dillingen, unterstützen die Aktionen des Bündnisses ideell und finanziell.

In einer Sonderbesprechung in München, so Norbert Bereska, sei eindeutig klar geworden, dass die von der Genehmigungsbehörde für das Zwischenlager vorgebrachten Argumente nicht stichhaltig seien. Ein möglicher Flugzeugabsturz sei kein Restrisiko, so eine der Aussagen, da die Pilotenkapsel von innen verschließbar sei und Terroristen deshalb nicht hineingelangen könnten. Ein Irrtum, wie jüngst der bewusst herbeigeführte Flugzeugabsturz gezeigt habe. Größtes Problem werden, so heißt es in der Pressemitteilung, die 2022 nahezu zeitgleich abzuschaltenden sechs Atomreaktoren sein. Hier wird befürchtet, dass die fehlende Strommenge dazu führen wird, dass einzelne Atomkraftwerke weiterbetrieben werden sollen. Es habe sich aber gezeigt, dass der Reaktor, das Abklingbecken und das Zwischenlager denkbare Unfälle erzeugen können.

Bereska informierte über die mögliche Vorgehensweise des Forums. Zum Abschluss berichtete Rudolf Wahl von einem Antrag auf Widerruf der atomrechtlichen Genehmigung für das Standortzwischenlager. Falls dieser abgelehnt werden sollte, wird zusammen mit dem Forum geklagt. Der Dillinger Vize-Landrat Alfred Schneid (Wertingen) informierte für Kassierer Erhard Friegel, Holzheim, über einen guten Kassenstand. (pm)

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