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Interview

17.01.2019

Au-Pair in den USA: „Ich freue mich auf das, was noch kommt“

Myriam Egenter ist aus Syrgenstein für ein Jahr nach Cleveland, Ohio, gereist, um dort als Au-Pair zu arbeiten. Über ihre Erfahrungen spricht sie mit unserer k!ar.texterin.
Bild: Carra Kathary

Als Au-Pair arbeitet Myriam Egenter seit vergangenem Jahr in Cleveland, Ohio. Im Gespräch erzählt sie, wie es ihr bisher ergangen ist.

Die Syrgensteinerin Myriam Egenter befindet sich bereits seit dem vergangenen Sommer in den USA, genauer gesagt, in Ohio. Wir haben bereits vor der Abreise mit ihr gesprochen und nun wollen wir wissen: Wie ist es ihr seitdem ergangen?

Halloween und Thanksgiving sind etwas besonderes

Haben sich deine Hoffnungen und Erwartungen bewahrheitet?

Myriam: Ja! Sie sind alle wahr geworden. Ich habe unter den anderen Au-Pairs sehr schnell Freunde gefunden. Wir sind ja alle in der gleichen Situation. An dem monatlichen freien Wochenende, das ich bekommen muss, bin ich immer viel unterwegs. Außerdem bin ich mit der Familie viel unterwegs. Besonders toll waren New York, Chicago, Nashville, Los Angeles und Cleveland selbst, wo ich in einer der Suburbs wohne. Da gibt es auch schöne Flecken. Ich fühle mich sehr wohl, auch wenn es ein bisschen gedauert hat. Aber alle sind sehr hilfsbereit, die Kinder sind zuckersüß und der Hund ist cool.

Hast du schon viel mit der Familie erlebt?

Myriam: Halloween und Thanksgiving waren sehr interessante Feiertage. Es war sehr cool, das mal hier mitzuerleben. Ich freue mich auf das, was noch kommt – besonders auf den wichtigsten amerikanischen Nationalfeiertag, den 4. Juli oder 4th of July.

Welche Unternehmungen planst du denn noch?

Myriam: Ich will noch viel reisen und Dinge sehen, zum Beispiel Nationalparks. Ich erhalte auch von der Regierung aus zwei Wochen Urlaub, die Familie gibt mit wahrscheinlich sogar vier. Davon habe ich eine Woche frei legen können, da kommen mich meine Eltern besuchen. Im Springbreak, den amerikanischen Frühlingsferien, geht es mit einer Freundin, die direkt nebenan ebenfalls als Au-Pair arbeitet, nach Mexiko.

Hatte den alles Platz im Koffer?

Myriam: Ja, ich habe echt gut gepackt, muss ich sagen. Der Koffer war aber bis zum Limit voll. Mit dem Waschen komme ich gut hin, so dass das alles passt. Und hier spare ich mein Geld für Reisen. Das einzige Kleidungsstück, dass ich mir gekauft habe, ist ein Weihnachtspulli.

Deutsche Tradition in den USA

Sind deine Aufgaben so, wie du sie erwartet hast?

Myriam: Ich muss nicht einkaufen gehen, wie ich anfangs dachte. Aber ansonsten: Wäsche waschen, Kinder herumfahren, bei Klavier und Gitarre üben helfen und zuhören, basteln – das habe ich alles erwartet. Vor Weihnachten haben wir Plätzchen gebacken, deutsche Weihnachtslieder gesungen und es gab zum ersten Mal hier einen Nikolaus. Also kommt ein wenig deutsche Tradition nach Amerika.

Wie ist das College für dich?

Myriam: Ich habe die sechs Credit Points, die die Regierung verlangt, schon zusammen. Ich hatte nur einen normalen Collegekurs. Der war okay. Aber ich habe nicht so viel von dem Collegeleben mitbekommen wie erhofft. Ich bin trotzdem froh, dass ich die restlichen Punkte in einer Travel-Class sammeln konnte. Dafür waren wir ein Wochenende in Los Angeles und haben da Kurse besucht und die Stadt kennengelernt.

Was machst du in deiner Freizeit?

Myriam: Ich treffe oft Freunde, ab und zu mache ich Musik, lese, schaue Serien oder gehe mit Charly, dem Hund, spazieren.

Und wie sieht es mit Heimweh aus?

Myriam: Ich habe definitiv kein Heimweh, auch wenn ich manche Menschen ein bisschen vermisse. Heute kann man ja über WhatsApp und Skype leicht Kontakt halten. Vor allem an Feiertagen ist das angenehm. Natürlich freue ich mich darauf, Familie und Freunde nach diesem Jahr wiederzusehen.

Was Myriam Egenter vor ihrer Abreise dachte, können Sie hier nachlesen:

Au-pair in den USA: Ein Mädchen auf Abwegen

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