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31.07.2010

Auch Eulen gehen gerne baden

Falkner Günther Rau hatte auch den sibirischen Uhu, der auf den Namen Katharina hört, mitgebracht. Hautnah erlebten Paula und die Kinder, wie weich das Gefieder eines Uhus ist. Foto: Gaugenrieder
Bild: Gaugenrieder

Glött Manchmal blickt Paula ein kleines bisschen neidisch hinauf an den Himmel, wo die Vögel kreisen. "Federn habe ich zwar auch, aber fliegen kann ich leider nicht", grummelt die Zeitungsente. "Doch ich kann zwar nicht so gut sehen wie ein Falke und nicht so gut hören wie eine Eule. Aber dafür bin ich mindestens drei Mal so neugierig", sagt sie triumphierend. Und weil sie als neugierige Zeitungsente noch viel mehr über ihre gefiederten Verwandten erfahren will, watschelt sie schnurstracks zum Kindergarten in Glött. Denn dort ist heute Günther Rau zu Besuch. Und nicht nur der. Denn Günther Rau hat noch ein paar andere Gäste mitgebracht. Einen Falken, zwei Wüstenbussarde, einen sibirischen Uhu, einen Bartkauz und den kleinen Napoleon, den Steinkauz.

Eines fällt Paula dabei sofort auf. "Warum hat denn der Falke so eine komische Mütze auf?", will sie wissen. Und Falkner Günther Rau erklärt ihr, dass die dazu da ist, damit der Falke nicht so nervös ist. Schnell fliegen kann so ein Falke, erfahren Paula und die Kinder. Und dass er gerne Tauben im Flug fängt und seine Beute mit Haut und Haaren frisst. "Nur gut, dass ich keine Taube bin und der die Mütze aufhat", denkt sich Paula erleichtert. Derweil ist Napoleon in heller Aufregung. Immer wieder versucht die kleine Minieule auf und davon zu fliegen. Doch sie ist mit einem kleinen Strick an einem Hocker festgemacht. "Der will eben mal einen Rundflug machen und die Umgebung erkunden", denkt sich Paula. Aber Günther Rau weiß, warum der kleine Napoleon so aufgeregt ist. "Nein, das ist heute kein Futter", ruft er den beiden Wüstenbussarden zu, die Napoleon zu gerne als Hauptgang zu ihrem zweiten Frühstück einladen würden.

Die Wüstenbussarde kommen eigentlich aus Mexiko. Mit ihnen geht der Falkner auch auf die Hasenjagd. "Was kriegen die Vögel denn bei dir zu fressen", will eines der Kinder wissen. "Hamster, Hasen, Tauben", antwortet der Falkner. "Und Katzen?", fragt ein anderer. Nein, Katzen gibt es bei dem Falkner aus Harthausen im Landkreis Günzburg natürlich nicht auf dem Speiseplan. "Aber der Uhu ist so groß, der könnte schon eine Katze fangen", sagt er. Sogar ein Fuchs ist für ihn kein Problem.

Die Greifvögel von Günther Rau sind alle so trainiert, dass sie wieder zu ihm zurückkommen, wenn er sie fliegen lässt. Der große sibirische Uhu mit den orangen Augen, der Katharina heißt, kommt sogar auf Pfiff wieder zurück. Fast wie bei einem Hund. Und Paula und die Kinder erfahren, dass auch Eulen gerne baden. Der Steinkauz ist sogar eine richtige Wasserratte, fast wie die Zeitungsente. So ein Steinkauz badet manchmal mehrmals am Tag, damit sein Gefieder sauber ist und er in der Nacht ganz lautlos Beute jagen kann. Und wenn er nicht gerade jagt, dann sitzt er oft in einem Obstbaum und wippt auf und ab.

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Sein großer Verwandter, der Bartkauz, wippt nicht. "Der hat aber ein komisches Gesicht", staunt eines der Kinder. Doch auch das hat seinen Sinn. Wenn es in seiner Heimat Winter ist, dann kann er die Federn im Gesicht so stellen, dass er eine Maus noch unterm Schnee trippeln hört. "Toll", findet Paula. "Ich habe heute morgen wieder mal den Wecker überhört."

Uhu und Bartkauz auf dem Arm

Dann kommt für die Kinder der große Moment: Schnell in den ledernen Handschuh geschlüpft, dann dürfen alle einmal den Bartkauz oder den Uhu auf dem Arm halten. Schwer ist vor allem der Uhu, denn der wiegt immerhin vier Kilo. Paula ist die Sache dann doch zu unheimlich. Zwar gehören die Vögel von Günther Rau zur Verwandtschaft. Aber die Wüstenbussarde haben ihren Artgenossen Napoleon schließlich auch zum Fressen gern.

Paula Unsere Zeitungsente schreibt für die jüngsten Leser unserer Zeitung. Sie freut sich aber auch sehr darüber, wenn Eltern, deren Kinder noch nicht lesen können, ihre Geschichten vorlesen.

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