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Freizeit

03.11.2014

Auf dem Grenzweg gewandert

Waren bei der Eröffnung des Grenzwegs dabei (von links): Eugen Götz, Michael Holzinger, Angelika Tittl, Leo Schrell und Hermann Schmidt.
Bild: DA

Bei Unterliezheim wurde die Wanderroute offiziell eröffnet

Der Grenzweg ist der zweite beschilderte Donautal-Panoramaweg im Dillinger Land. Vor Kurzem wurde er offiziell eröffnet. Dafür tauschten politische Entscheidungsträger wie Landrat Leo Schrell den Anzug gegen Wanderoutfit. Er sagte: „Besonders freue ich mich, dass mit dem Grenzweg ein landkreisübergreifender Panoramaweg in die Tat umgesetzt werden konnte.“

Zur Eröffnung wanderten die Verantwortlichen von Donautal-Aktiv mit 80 Gästen rund zehn Kilometer des Rundweges zwischen Amerdingen, Bissingen und Unterliezheim. Erst ging es jedoch vom Kloster Unterliezheim per Bus zum Startpunkt nach Amerdingen. An der dortigen Infostele angekommen, wünschte Bürgermeister Hermann Schmidt allen ein grenzloses Wandervergnügen. Vorher richteten sich die Blicke auf die außergewöhnliche Infostele mit Übersichtskarte. Gut über die bevorstehende Strecke informiert, starteten die Wanderer, angeführt von Wegewart Joachim Lutz.

Bei Grenze denkt man an Schlagbaum und Passkontrolle, aber beides findet man am Grenzweg nicht, dafür aber zwei Kreisgrenzen, drei Gemeindegrenzen, eine Sprachgrenze, Klimagrenze, eine Religionsgrenze und vieles mehr. An der Brotzeitinsel mit Wachhäuschen war die erste Rast. Heinrich Schiele, Ortssprecher von Thalheim, erklärte den Teilnehmern den Blick auf die Bissinger Gemarkung und das Kesseltal.

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Flott ging es an Zoltingen vorbei in den Wald. Am alten Rennweg stand plötzlich ein Marktstand mit Honigbrot und Fruchtwein. Michael Waldenmayr, ehemaliger Bürgermeister von Lutzingen, sorgte so für ein kulinarisches Grenzabenteuer. Winfried Bschorer, Unterliezheimer durch und durch, erklärte die Religions- und Dialektgrenze. Wenn aus Vesper Brotzeit wird, dann ist man an der Sprachgrenze angelangt, das sei sicher. Am Naturlehrpfad lauschten die Grenzwegwanderer den Erklärungen von Manfred Herian, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Unterliezheim. Auf den letzten Metern zum Kloster begann es zu regnen, die Wanderer suchten Zuflucht im Unterliezheimer Gotteshaus.

Im Klosterbräu hatte der Obst- und Gartenbauverein anschließend eine Apfelsaftverkostung mit mehr als zwölf Sorten organisiert. Bürgermeister Eugen Götz dankte dem Team von Donautal-Aktiv für die tolle Vorbereitung der Grenzwegeröffnung und Landrat Schrell sprach in seinem Schlusswort über die Geschichte des Grenzwegs. „Für uns ist es besonders wichtig, dass unsere touristischen Multiplikatoren sowie politischen Entscheidungsträger unsere neuen touristischen Angebote selbst erleben können“, sagte Angelika Tittl vom Team Tourismus von Donautal-Aktiv und verantwortlich für die Panoramawege.

Geht man den Grenzweg am Stück, hat man ein mehr als 28 Kilometer langes Wandervergnügen. Aber der Grenzweg lässt sich problemlos in drei gemütliche Rundwege mit 13, neun oder sechs Kilometer unterteilen. Mehr Infos zu den Wanderwegen im Dillinger Land unter www.dillingerland.de/wandern.html. (pm)

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