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Halbzeitbilanz

09.05.2017

Auf den Natursee folgt der Friedhof

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Zöschingens Bürgermeister Tobias Steinwinter wurde vor drei Jahren jüngster Rathauschef im Landkreis Dillingen. Auf welchen Themen jetzt sein Fokus liegt

Herr Steinwinter, Sie sind vor drei Jahren zum jüngsten Bürgermeister im gesamten Landkreis gewählt worden. War der Einstieg in die Runde oft langgedienter Kollegen schwer?

Ganz und gar nicht. Ich wurde sehr herzlich aufgenommen und durch die bei uns im Bachtal sehr gut eingespielte interkommunale Zusammenarbeit wurde ich durch die Kollegen Bernd Steiner und Ingrid Krämmel bei allen Themen stets umfassend informiert. Dabei schätze ich den Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung sehr. Zudem herrscht im Kreise der Kollegen im ganzen Landkreis ein sehr gutes Klima und man begegnet sich immer auf Augenhöhe. Der Altersunterschied war dabei zu keiner Zeit ein Thema und auch noch nie eine Schwierigkeit. Vielmehr profitiert man im Austausch mit den langgedienten Kollegen oft von deren Erfahrung.

Als nebenamtlicher Bürgermeister und Wittislinger Geschäftsstellenleiter haben Sie eine Doppelbelastung. Wie wirkt sich das auf Ihre Arbeitszeiten und das Privatleben aus?

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Man muss den Tag schon solide durchplanen, um alle Termine und Aufgaben zu erfüllen. Durch die Unterstützung meiner Arbeitgeber – in Person die Bürgermeisterkollegen aus dem Egautal – gerade in der Möglichkeit, flexibel Termine auch mal während der Dienstzeit wahrnehmen zu können, ist alles gut unter einen Hut zu bringen. Andererseits sind auch durch die thematischen Überschneidungen zeitliche Synergien vorhanden, die ich nutzen kann. Wenn ich z.B. beruflich im Landratsamt bin, kann ich bei Bedarf auch noch ein paar Minuten für Themen der Gemeinde Zöschingen unterbringen. Privat macht sich das Bürgermeisteramt natürlich ebenfalls zeitlich bemerkbar. Man ist auch mal sieben Tage die Woche gefordert, und Termine außerhalb der sonst üblichen Arbeitszeiten gehören zum Alltag. Da wächst der Rasen im Garten schon auch mal etwas höher, wenn man nicht zeitnah zum Mähen kommt.

Was waren für Sie die wichtigsten Projekte in den vergangenen drei Jahren?

Ganz klar steht der Neubau der Gemeindehalle da ganz oben. Als eines der größten Bauprojekte in der Geschichte der Gemeinde Zöschingen war hier volle Aufmerksamkeit gefordert, damit alles kosten- und termingerecht fertiggestellt werden konnte. Auch die Umstellung der kompletten Straßenbeleuchtung auf LED-Technik war zumindest vom Investitionsvolumen her eine markante Maßnahme, die mithilfe einer attraktiven Förderung umgesetzt wurde. Dann ist das Projekt Natursee natürlich eine Maßnahme, die hier zu nennen ist. Die Arbeiten sind nun so gut wie abgeschlossen und man kann ein wahrliches Idyll sehen, das am Ortseingang entstanden ist. Die Bauarbeiten für die Umgestaltung des Friedhofes haben diese Woche begonnen, womit der Abschluss eines ebenfalls lange geplanten Projektes bevorsteht. Aber sehr wichtig war auch die Verhinderung einer Ausweisung von weiteren rund 70 Hektar Windkraftvorrangflächen im Regionalplan. Damit wäre wahrscheinlich das in der Vergangenheit in diesem Bereich Erlebte wieder neu aufgeflammt und die weitere Entwicklung unserer Gemeinde hätte wieder stagniert. Neben diesen lokalen Themen haben wir auch interkommunale Projekte vorangebracht, wie z.B. die Einführung eines kommunalen Förderprogrammes für private Baumaßnahmen in den städtebaulichen Sanierungsgebieten. Auch die Abrechnung der Abwassergebühren wurde auf das gesplittete Verfahren umgestellt.

Auf welchen Themen liegt in Ihrer verbleibenden Amtszeit das Augenmerk?

Die Entwicklung von weiteren Bauplätzen im Innenort – die der Gemeinderat vor Kurzem auf den Weg gebracht hat – ist nun planungstechnisch zu konkretisieren und umzusetzen. Zudem laufen derzeit die Grundstücksverhandlungen zur Maßnahme an der Kreisstraße DLG 6 mit Neubau eines Kreisverkehrs mit Bushaltestelle und eines Rad- und Wirtschaftsweges. Ein Großteil der betroffenen Anlieger hat der Maßnahme schon zugestimmt. Abhängig vom weiteren Fortschritt kann dann die Ausschreibung der Bauarbeiten erfolgen. Nachdem derzeit die Fördermodalitäten ganz gut sind, wäre es schön, noch in diesem Jahr mit der Maßnahme voranzukommen, um im nächsten Jahr eventuell in die Umsetzung gehen zu können. Anschließend sollten wir uns im Gemeinderat erste Gedanken über die Sanierung des Kreuzungsbereiches Forststraße/Bachstraße/Bergstraße und der Ortsdurchfahrt machen. Das haben wir in einer gemeinsamen Klausur des Gemeinderates im Juli letzten Jahres schon einmal andiskutiert.

Sie haben jetzt Halbzeit im Zöschinger Rathaus. Haben Sie sich schon mal Gedanken darüber gemacht, ob Sie 2020 wieder zur Wahl antreten werden?

Nach derzeitigem Stand möchte ich 2020 gerne noch in einer weiteren Amtszeit für die Bürger Zöschingens tätig werden. Es gibt genügend Themen, die noch anstehen. Von Katharina Indrich

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