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06.08.2007

Auf der Suche nach den eigenen Wurzeln

Tapfheim Namen sind noch immer die interessantesten Nachrichten: Wer, wann, wie mit wem - für die Einwohner von Oppertshofen und Brachstadt ist über diese Vorgänge in der Vergangenheit jetzt ein Ortsfamilienbuch erschienen. Im Tapfheimer Rathaus stellte Autor Manfred Wegele das über 400 Seiten dicke Buch vor.

Das gewichtige Werk lädt zum Schmökern ein. "Natürlich wird jeder beim ersten Aufschlagen nach den Seinen suchen", so Bürgermeister Karl Malz bei der Präsentation des Buches. Man werde sich schnell festlesen, davon ist Malz überzeugt, und mit Neugier Familienforschung betreiben können. "Wie klein die Welt doch ist" - das Ortsfamilienbuch gebe immer wieder Belege dafür, meinte Malz.

Viele Menschen, auch von weiter weg, hätten ihre Wurzeln im Kesseltal geschlagen, als noch die Heiratswerber unterwegs waren, um frisches Blut auf einen Hof zu bringen. Familienforschung ist eine langwierige Angelegenheit.

Autor Manfred Wegele begann vor vielen Jahren mit seinen eigenen Ahnen, für das Ortsbuch Oppertshofen-Brachstadt konnte er auf eine bestehende Arbeit zurückgreifen. Schon vor dem Krieg hatte Simon Widemann damit begonnen, die Kirchenbücher von Aufhausen und Forheim sowie Oppertshofen und Brachstadt nach Familien zu sortieren.

In die Kunst der Ahnenforschung eingewiesen worden

Widemann war schon 90, als er Wegele in die Kunst der Ahnenforschung einwies. "Und er riet mir damals dringend, mich mit den Kirchenbüchern von Unterringingen zu beschäftigen", so Wegele.

Der Bissinger Ortsteil gilt als der "zentrale evangelische Ort des Kesseltals". In den Kirchenbüchern sind Hochzeiten, Geburten und auch Sterbefälle verzeichnet. Unterringingen allein reichte aber für das jetzt erschienene Familienbuch nicht aus. "Die Kirchenbücher Tapfheims spielten bei der Auswertung eine besondere Rolle, denn die Katholiken Brachstadts gehörten zur Pfarrei Tapfheim", so Wegele.

Entsprechendes gelte für die katholische Pfarrei Bissingen, zu der die Bewohner Oppertshofens zählen.

Allein hätte Wegele die ganze Arbeit nicht bewältigen können, zu den vielen Helfern gehören unter anderem Ottilie Knöpfle und Maria Hurler, aber auch viele Bürger, die eigene Unterlagen und Bilder herausgaben. Vor Ort fand Wegele große Unterstützung bei Margarete Heinrich und Karl Stippler.

Es ist dem Heimat- und Brauchtumsverein zu danken, dass ein Teil der Familiengeschichte im Kesseltal nicht verloren geht. In einer Zeit, in der fast nur das Neue gilt, wie der evangelische Ortspfarrer Horst Schall in seinem Grußwort schreibt, sei es wichtig, sich auch mit der Frage nach den Wurzeln und der Heimat zu beschäftigen.

"Infos: Das Ortsfamilienbuch Oppertshofen-Brachstadt kostet 35 Euro und ist im Rathaus Tapfheim erhältlich.

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