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30.06.2009

Ausbildung: Ein Blick hinter die Kulissen

Dillingen/Donauwörth (glori) - Michael möchte Industriemechaniker werden. Was man in diesem Job allerdings genau macht, weiß er nicht. "Roboter bedienen, glaube ich", sagt der 16-Jährige. Die Berufsbilder sind komplex, theoretische Beschreibungen klingen nur wenig nach dem echten Leben und in jeder Firma sehen die Tätigkeiten ein bisschen anders aus. Kein Wunder also, dass die jungen Leute oft nicht viel von dem Berufsbild wissen.

Die Berufswahl ist eine schwierige Entscheidung, die nicht selten in Enttäuschung und einer abgebrochener Lehre endet. Um dem vorzubeugen, hat die IHK Nordschwaben heuer einen "Tag der offenen Lehrwerkstätte" ins Leben gerufen. Am Samstag, 4. Juli, öffnen 15 Firmen und Betriebe aus den Landkreisen Donau-Ries und Dillingen ihre Tore, um die Jugendlichen in die dortigen Arbeitsprozesse hineinschnuppern zu lassen. "Wir möchten jungen Menschen einen praxisnahen Einblick in die Ausbildung in technisch/gewerblichen Berufen ermöglichen", sagt IHK-Regionalgeschäftsführer Wolfgang Haschner.

Zwischen 9 und 13 Uhr werden sich die Betriebe und ihre Ausbildungsberufe vorstellen. Es wird meist ein Programm angeboten mit Führungen, Lehrlings-Gesprächen, Informationsbroschüren und Hinweisen zu Schnupperlehren und Praktika. Das wird in den 15 Betrieben ähnlich ablaufen, aber nicht überall gleich, weil zum Beispiel aus Sicherheits- oder Hygienegründen in manchen Firmen (Eurocopter, Molkerei Zott) bestimmte Räume nicht betreten werden dürfen.

Der "Tag der offenen Lehrwerkstätte" soll die bisherigen Angebote zur Berufsfindung ("Fit for Job", "Berufswegekompass") ergänzen, sagt IHK-Regionalgeschäftsführer Haschner. Die 15 Betriebe stellen zusammen 25 Prozent der nordschwäbischen Ausbildungsplätze. Mehr als zwei Dutzend Ausbildungsberufe sollen am 4. Juli vorgestellt werden. So können die Jugendlichen herausfinden, ob der Traumjob auch wirklich das ist, was sie sich vorgestellt haben.

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Topf sucht seinen Deckel

Wenn die Anforderungen des Jobs und die Bedürfnisse des Betriebes von Anfang an klar sind, nützt das nicht nur dem Berufsanfänger, sondern auch den Betrieben. Denn für jeden Topf gibt es einen Deckel - auch im Berufsleben. Das Angebot ist vielfältig und der "Tag der offenen Lehrwerkstätte" kann helfen, dass sich Topf und Deckel auch finden.

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