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Stadtrat

04.02.2015

B16 neu: Kein Fahrzeug, das langsamer ist als 60 km/h

Dreistreifige Bundesstraße zur Kraftfahrstraße erklärt. Keine Verschlechterung für Landwirtschaft

Auf der neuen Bundesstraße 16 zwischen Lauingen und Höchstädt wird künftig nichts fahren dürfen, das langsamer als 60 Stundenkilometer ist. Die B16 neu-wird bekanntlich als dreistreifige Bundesstraße gebaut. Hierdurch wird es in beiden Fahrtrichtungen abwechselnd in mehreren Abschnitten ermöglicht, Überholvorgänge ohne entgegenkommende Fahrzeuge durchzuführen.

Beim dreistreifigen Ausbau besteht in der einstreifigen Fahrtrichtung ein absolutes Überholverbot. Durch langsam fahrende Fahrzeuge könnte es in diesem Abschnitt zu einer Kolonnenbildung und hieraus resultierend sogar zu einer Missachtung des Überholverbots kommen, wodurch eine erhebliche Unfallgefahr gegeben wäre.

Zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit wird deshalb die dreistreifige Bundesstraßen als sogenannte „Kraftfahrstraße“ ausgewiesen. Diese Betriebsform führt dazu, dass Fahrzeuge, deren bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit nicht mehr als 60 km/h beträgt, die Bundesstraße nicht befahren dürfen.

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Um die Belange der Landwirtschaft zu stärken, wurde im Stadtrat bereits im Mai 2077 folgender einstimmiger Beschluss gefasst: „Da auf dreispurigen Bundesstraßen und der Widmung als Kraftfahrstraße für Fahrzeuge mit mindestens 60 km/h der landwirtschaftliche Verkehr wegen Gefährdung von Verkehrsteilnehmern nicht zulässig ist, muss im Interesse der Landwirtschaft begleitend ein Ausbau des landwirtschaftlichen Wegenetzes erfolgen.“

Dies wurde beim Bau der B16 neu laut Oberbürgermeister Frank Kunz und Ordnungsamtschef Roland Hungbaur durch zahlreiche Brückenbauwerke erreicht, die es der Landwirtschaft ermöglichen, die Ortsumfahrung zu queren. Außerdem wurde das landwirtschaftliche Wegenetz ausgebaut bzw. verbessert. Gleichzeitig steht nach wie vor die bisherige Bundesstraße für den landwirtschaftlichen Verkehr zur Verfügung. Insofern gibt es nach Meinung von Oberbürgermeister Kunz keine Verschlechterung für die Landwirtschaft.

Georg Schrenk befürchtet unabhängig davon größere Schäden, da es entlang der neuen Straße keinen Wildschutzzaun und keine einzige Wildbrücke gebe. Kunz zeigte sich überzeugt, dass es gemeinsam zwischen Stadt, Kreis und Staatlichem Bauamt eine Lösung geben werde. Dietmar Reile meinte, überörtlicher landwirtschaftlicher Verkehr werde die Innenstadt Dillingens zusätzlich belasten. Karl Schneider warnte davor, die jetzige Bundesstraße mit Einengungen zu versehen. Denn dann habe die Landwirtschaft ein echtes Problem.

Stadtbaumeister Bernhard Adler informierte über aktuelle Projekte in der Städtebauförderung. Jeder gegebene Euro werde verzehntfach von den Bauherren investiert. Die meisten Zuschüsse kämen aus dem Fassadenprogramm. 2014 beliefen sie sich auf insgesamt 213000 Euro, 2013 waren es 120000 Euro und 2012 209 000 Euro.

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