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25.06.2009

B16 neu: Zustimmung für die Südtrasse

Deisenhofen Es ist ein Heimspiel für Bürgermeisterin Hildegard Wanner, als sie bei der Bürgerversammlung in Deisenhofen am Dienstagabend über die Trassenabstimmung im Stadtrat spricht. Sie erntet Zustimmung, dass eine umweltverträgliche Südtrasse ins Spiel gebracht wurde. Es sei an der Zeit, noch einmal deutlich auf die Verkehrssituation hinzuweisen, meint einer der Bürger. "Der Süden bringt die größte Entlastung. Wenn im Norden gebaut wird, brauchen wir trotzdem eine Entlastung im Osten oder Westen." Dafür gebe es noch gar keine Planung und die Kosten müssten im Vergleich zur Nordtrasse hochgerechnet werden.

Die Bewertung von Natur- und Umweltschutz brennt den Bürgern auf den Nägeln. "Wenn im Süden der Naturschutz zählt, dann müsste das für den Norden auch gelten", sagt einer der gut 80 Besucher im Gasthaus Schildenberger. Schließlich führe Nord WSG durch das Schutzgebiet, aus dem die Stadt Höchstädt ihr Wasser bezieht. Deisenhofen sei davon nicht betroffen, es werde von der Rieswasser beliefert. Was beim Süden oder Norden der Naturschutz ist, seien bei der Bahntrasse die Menschen, wendet Hermann Ludley ein.

Debatte der Vergangenheit beginnt von Neuem

Es ist ganz offensichtlich: In der seit Jahrzehnten dauernden Debatte werden heute wie damals ähnliche Argumente ausgetauscht. Will Höchstädt etwas gegen den Verkehr tun, dann sollte das in der Stadt geschehen und nicht Deisenhofen betreffen, meint ein älterer Herr. "Ich hab das schon vor zehn Jahren gesagt", bekräftigt er. Und Heribert Zengerle fügt hinzu: "Wir stehen geschlossen gegen die Nordtrasse."

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Der Bürgerentscheid von 1996 für die Nordtrasse wird angesprochen. "Wie lange ist die Stadt eigentlich daran gebunden?", fragt Gerhard Lindner und erinnert daran, dass manche Stadträte, die jetzt für den Norden stimmten, auch schon für den Süden waren. Hans Mesch fühlt sich angesprochen, er habe seine Meinung nach dem Vortrag im März geändert. "Vom Bauamt wurde klar gesagt, der Süden geht nicht", so Mesch.

Die Diskussion verläuft überaus sachlich. Nur einmal scheint sie zu entgleiten, als ein Bürger aus Deisenhofen einem Höchstädter das Wort entziehen will. "Hier geht es um Deisenhofen, ihr könnt nächste Woche im Pfarrheim reden", ruft er aufgeregt. Bürgermeisterin Wanner glättet die Wogen. Alle Höchstädter, egal ob aus Deisenhofen oder einem anderen Stadtteil, hätten bei jeder Bürgerversammlung das Recht sich zu äußern.

Auch andere Themen sind wichtig für die Bürger

Neben der Trassenabstimmung geht es bei der Bürgerversammlung aber auch noch um andere Themen in Deisenhofen. Es gibt Ärger mit den Plakaten, die nach einer Veranstaltung nicht abgeholt werden und in den Gärten liegen bleiben. Der Zustand der Kapellenstraße wird beklagt und es wird bedauert, dass die Tonnage nicht begrenzt werden könne.

Gerhard Lindner spricht schließlich ein Schlusswort: "Frau Wanner lassen Sie sich nicht von falschen Propheten irritieren! Für die Stadtentwicklung von Höchstädt sind Sie die Führungskraft."

Bürgerversammlung in Höchstädt im Pfarrheim St. Josef, am nächsten Montag, 29. Juni, 19.30 Uhr.

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