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Verkehr

10.12.2019

B492: Entlastung für Pendler?

Während Bauzeit soll weiträumige Umleitung vermieden werden

Wenn im unteren Brenztal das Stichwort B492 fällt, treibt das vielen Bürgern den Blutdruck nach oben. Positive Nachrichten gab es zu diesem Thema seit langem nicht. Oder jetzt vielleicht doch? Zumindest ein bisschen?

In den jüngsten Gemeinderatssitzungen in Sontheim und Niederstotzingen ließen die Bürgermeister Mathias Kraut und Marcus Bremer durchblicken, dass es statt der geplanten großräumigen Umleitung während der Ausbauphase vielleicht doch eine andere Lösung geben könnte.

Über diese neue Idee hatten sich wohl bei einem Treffen im Landratsamt die Bürgermeister der betroffenen Kommunen und Vertreter des Regierungspräsidiums (RP) ausgetauscht. Wie man hört, habe sich das RP offen gezeigt für eine Lösung, bei der die Pendler zwar immer noch einem Umweg in Kauf nehmen müssten, der aber zumindest kürzer wäre.

B492: Entlastung für Pendler?

Offenbar wird an der Idee aber noch gefeilt, denn sowohl die Bürgermeister als auch die Grünen- Bundestagsabgeordnete Margit Stumpp sowie die beiden Landtagsabgeordneten Martin Grath (Grüne) und Winfried Mack (CDU, Aalen) haben sich ein weiteres Mal im Sontheimer Rathaus getroffen.

Wie die neue Lösung jetzt aussehen könnte, damit mag auch auf Nachfrage niemand rausrücken. Man kann es sogar ein bisschen verstehen, denn gerade beim Thema B492 wurde schon vieles gemeldet, das dann doch ganz anders kam: Vom angeblichen Baubeginn über die explodierenden Kosten bis hin zur Umleitung, die ursprünglich ja mal auf einem Wirtschaftsweg parallel zur B492 verlaufen sollte.

Nach Informationen der Heidenheimer Zeitung soll die jetzt diskutierte Umleitung von Brenz über den Sachsenhausener Weg zur Kreisstraße führen, von dort durch Sachsenhausen und je nach Ziel weiter Richtung Hohenmemmingen und Giengen oder zurück zur B492 (Umgehung Hermaringen).

Allerdings ist das knapp zwei Kilometer lange Stück zwischen Brenz und der Einmündung in die Kreisstraße derzeit lediglich ein Feldweg, der kaum Gegenverkehr zulässt. Für Lkw sei die neue Variante aber auch nicht vorgesehen, sie müssten den Umweg über Niederstotzingen und Bissingen in Kauf nehmen.

Wenig begeistert dürften von der Aussicht auf Umleitungsverkehr sicher die Anwohner von Sachsenhausen sein, und darin könnte auch der Grund liegen, dass sich derzeit noch niemand offiziell zur alternativen Umleitungsstrecke äußern möchte. Doch selbst wenn die Strecke nicht offiziell als Umleitung ausgeschildert wird, werden findige Pendler sie ohnehin schnell für sich entdecken. Ortskundige nutzen sie bereits, um sich die Ecke über Medlingen zu sparen. (hz)

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