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Sport

27.01.2016

Bächingerin wird Jugendweltmeisterin im Biathlon

Marina Sauter aus Bächingen wurde am Mittwoch Jugendweltmeisterin im Biathlon. Sie entschied das Zehn-Kilometer-Einzelrennen für sich.
Bild: image/Jan Huebner

Die 18-jährige Marina Sauter fährt im Einzelrennen in Rumänien auf Platz eins

Es ist der größte Erfolg ihrer Karriere. Die Bächingerin Marina Sauter hat am Mittwoch bei den Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften im rumänischen Cheile Gradistei den Jugend-Weltmeistertitel im Einzel geholt. Erst vor zwei Wochen hatte sich die 18-Jährige für den Wettbewerb qualifiziert. Nach sehr guten Rennen im Martelltal hatten die Trainer entschieden, dass die Bächingerin mit zur Weltmeisterschaft fahren darf. Die absolut richtige Entscheidung, wie sich gleich im ersten Rennen der Skijägerin aus dem Kreis Dillingen zeigte. Per Liveticker haben ihre Eltern und Bekannte daheim das Rennen mitverfolgt. Zehn Kilometer musste Marina Sauter zurücklegen, vier Mal schießen. Nur zwei Schuss gingen daneben. Nach dem letzten Schießen hatte sie noch zwölf Sekunden Rückstand, erzählt ihr Vater Willi Sauter am Telefon. Doch den konnte sie auf dem Weg zum Ziel noch aufholen und lief schließlich mit zwei Sekunden Vorsprung vor ihrer französischen Rivalin als Erste ins Ziel.

Dass seine Tochter nun tatsächlich Weltmeisterin ist, kann Willi Sauter noch gar nicht so richtig fassen. Denn mit einem derartigen Ergebnis hatte niemand gerechnet. „Wir wären schon zufrieden gewesen, wenn sie unter die ersten 15 gekommen wäre“, sagt er. Den Biathlonvirus hat die Athletin übrigens von ihrem Vater. Seit 20 Jahren fährt er als Zuschauer zu den Rennen in Ruhpolding. Als Marina alt genug war, nahm er auch sie dorthin mit. Und da beschloss das Mädchen: Das möchte ich später auch mal machen. 2007 war sie dann bei einer Sommersichtung im Biathlonzentrum Dornstadt – der Einstieg in den Biathlonsport war gemacht. Im Jahr 2013 wechselte Marina Sauter, die für den DAV Ulm startet, dann ans Sportinternat nach Furtwangen, trainiert dort täglich zwei bis drei Stunden. In einigen Monaten macht sie ihr Abitur und will sich dann ganz dem Biathlon widmen. Zuvor stehen in Rumänien aber noch der Sprint am Freitag und die Verfolgung am Sonntag an.

Dann werden auch ihre Eltern an der Strecke stehen. Sie fliegen am Donnerstag nach Rumänien. Dass sie beim bislang größten Erfolg ihrer Tochter nicht live dabei waren, sei zwar schade, wie Vater Willi Sauter sagt. „Aber man freut sich genauso, wenn man es zuhause miterlebt.“ Kommenden Mittwoch soll die Weltmeisterin dann wieder nach Hause nach Bächingen kommen.

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