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Landwirtschaft

28.04.2020

Bald gibt es Aislinger Spargel

Dieses Spargelfeld ist in Aislingen zu finden. Es soll vom Spargelhof Lohner bestellt werden. Das Unternehmen wollte sich dazu nicht äußern.
Bild: Bronnhuber

Die Firma Lohner bestellt ein Feld in der Aschberggemeinde. Der Anbau des Gemüses ist ein Novum.

In Aislingen gibt es eine neue Attraktion: Spargelanbau. Rund 30, vermutlich osteuropäische Saisonarbeiter, kamen inklusive Dixi-Klo mit einem Bus in der Gemeinde an und machten sich zu Beginn der Spargelsaison an die Arbeit. Immer wieder bleiben Passanten verwundert an dem Feld stehen. Denn Spargel aus Aislingen – das ist neu.

Spargelanbau im Landkreis Dillingen selten

Generell ist der Landkreis Dillingen kein Spargelanbaugebiet wie etwa Schrobenhausen (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen). Nun soll der Spargelhof Lohner aus Inchenhofen aber seine Fühler in Richtung Aschberg ausgestreckt haben. Das Familienunternehmen selbst wollte sich dazu auch nach mehrmaligen Anfragen nicht äußern. Klaus Beyrer, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands in Dillingen, bestätigt, dass die Firma das Feld bestellt. Er sagt: Spargelanbau am Aschberg, „das ist für unser Gebiet komplettes Neuland“. Den Landwirt aus Baumgarten hat das Feld genauso überrascht wie viele Anwohner und Ausflügler.

Spargelfeld in Aislingen mit Folie bedeckt

Dabei ist die Lage im Donauried laut Beyrer nur bedingt für den Spargelanbau geeignet. Der „tiefgründige Mineralboden“ und die leichte Ackerlage sei schwerer zu bearbeiten als die Sandböden in Schrobenhausen. „Nässe könnte zudem ein Problem werden“, vermutet Beyrer, der jedoch betont, dass er kein Spargelexperte sei. Die Folie, die derzeit auf den Dämmen in Aislingen liegt, dient der Wärmeregulierung. Die Folie hat eine schwarze und eine weiße Seite und wird je nach Wetterlage gedreht.

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Landwirtschaftsamt Wertingen: Spargelanbau "überschaubar"

Laut Robert Knittel vom Landwirtschaftsamt Wertingen gab es im vergangenen Jahr nur zwei Spargelfelder beziehungsweise Spargelbauern im Raum Wertingen und Gundelfingen, registriert mit jeweils rund 0,45 Hektar, also 4500 Quadratmetern Fläche. Knittel nennt die Werte „überschaubar“. Ein Spargelfeld muss aber auch nicht angemeldet werden – außer, der Besitzer hofft auf eine Förderung.

Wieso sich der Inchenhofener Betrieb für ein Spargelfeld im Dillinger Land entschieden hat, weiß Kreisobmann Beyrer nicht. Kreisobmann Beyrer wünscht dem Inchenhofener Spargelhof gutes Gelingen. Er selbst baut unter anderem Mais, Zuckerrüben und Raps an.

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