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Landkreis Dillingen

28.03.2019

Bald soll der ganze Landkreis Dillingen blühen

Eine Blumenwiese, die  aus einer regionalen Saatgutmischung entstanden ist. Ein solcher Anblick sollte immer häufiger auf freien Flächen zu sehen sein,  fordert Dillingens Kreisfachberater Menfred Herian. Dabei hofft er, dass die Aktion „Unser Landkreis blüht“ durchschlagenden Erfolg haben wird.

Die gewaltige Nachfrage aus nahezu allen Kommunen stellt Fachberater Manfred Herian vor ein Problem. Er hat bereits mehr als 5000 Säckchen Saatgut ausgegeben.

„Die Nachfrage ist überwältigend“, sagt Manfred Herian, Kreisfachberater für Gartenbau und Landespflege im Landratsamt Dillingen. Nach der Auftaktveranstaltung der Aktion „Unser Landkreis blüht auf“ Ende Januar im Klosterbräu Unterliezheim wurden die Erwartungen an zukünftigen Teilnehmern der Aktion mehr als übertroffen, sagt der Kreisfachberater.

Beinahe alle Kommunen des Landkreises seien mit Vorschlägen von möglichen Flächen an ihn herangetreten, um dort ökologisch sinnvoll mit nachhaltig blühenden Flächen gegen ein weiteres Insektensterben vorzugehen.

Leider könne er jedoch nicht gleich alle Kommunen bedienen, sagt Herian, weshalb er mit dem Referenten der Auftaktveranstaltung, Naturplaner Reinhard Witt, vereinbart habe, am 10./11. Juni die jeweils drei bis fünf vorgeschlagenen Flächen von den ersten Kommunen im Landkreis zu begehen. Als vorrangiges, für andere Kommunen anschauliches Pilotprojekt wird die Stadt Dillingen an der Aktion teilnehmen, informiert Herian, was jedoch nicht bedeute, dass er die anderen Städte und Gemeinden im Landkreis für nicht so wichtig erachte. „Wir werden alle von den Kommunen vorgeschlagenen Flächen nach und nach begehen und begutachten“, sagt Herian. Dabei müssten sich jedoch einige damit zufriedengeben, dass sie bei ihm Saatgut abholen können und sich dabei nochmals darüber informieren, wie die Flächen vor der Aussaat und anschließend behandelt werden müssen.

Bald soll der ganze Landkreis Dillingen blühen

Die Aussaatanleitungen müssen eingehalten werden

In diesem Zusammenhang erinnert der Experte daran, dass dabei die von ihm angegebenen Bodenbearbeitungen und Aussaatanleitungen unbedingt eingehalten werden müssen, damit die Aktion über die nächsten Jahre hinweg erfolgreich ist. Je nach Saatgutmischung müssten die Flächen ein bis zweimal abgemäht werden. Doch das Mähgut dürfe nicht auf der Fläche liegengelassen werden. Des Weiteren dürften die Flächen auf keinen Fall gemulcht werden.

Mehr als 5000 Päckchen Saatgut ausgegeben

Neben den Städten und Gemeinden im Landkreis hätten auch zahlreiche Obst- und Gartenbauvereine, Privatleute und Institutionen wie beispielsweise Schulen, Kitas und Regens-Wagner-Einrichtungen nach Saatgut gefragt und sich Tipps zur Bodenbehandlung eingeholt. Herian hat viele schon besucht oder kommt noch vorbei. Inzwischen habe er weit über 5000 Päckchen Saatgut ausgegeben, sagt der Kreisfachberater. Damit könnte insgesamt eine Fläche von rund 1,5 Hektar erblühen. „Voraussetzung ist dabei, dass die Aussaat bis Juni erfolgt“, sagt Herian, dann könne sich die Blütenpracht bis Oktober halten.

Spätere Aussaaten blühten im Jahr darauf, denn die Saatgutmischung bestehe aus mehrjährig blühenden regionalen Bauerngarten- und Wildblumen. Neben den Kommunen, Gartenbauvereinen, Privatleuten und öffentlichen Institutionen sei für ihn auch das große Interesse von Betrieben und Unternehmen sehr erfreulich. Sie wollen zum Teil große Rasenflächen in Blumenwiesen wandeln. Herian freut sich über die Resonanz auf breiter Basis und hofft, dass die Aktion „Unser Landkreis blüht auf“ zu ganz selbstverständlich blühenden freien Flächen werden, in denen sich allerhand Insektengetier tummelt.

Im Mai gibt es eine Fahrt zu einer Pilotgemeinde

Für Interessenten, die sich anschaulich über eine nachhaltig blühende Kommune informieren wollen, für die plant Herian eine Fahrt im Mai in die Pilotgemeinde Haar bei München. Den genauen Termin, wird Kreisfachberater Herian nach Absprache mit Reinhard Witt noch bekannt geben.

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