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12.03.2009

Bandbreite aller Straftaten ist Alltag für sie

Dillingen (ziss) - Gefährliche Körperverletzung, Unterschlagung, Betrug oder Gefährdung des Straßenverkehrs - die Richter am Dillinger Amtsgericht müssen sich Sitzungstag für Sitzungstag mit einer wahren Bandbreite an Straftaten auseinandersetzen.

Seit einigen Wochen unterstützt Yvonne Möller das Gericht. Die 27-Jährige ist Proberichterin und hat im Januar in Dillingen ihre erste Richterstelle angetreten. Die Münchnerin vertritt Richterin Gabi Held, die sich in Elternzeit befindet. "Ich wusste schon ganz früh, dass ich einmal Jura studieren will", sagt sie. Ihr Onkel ist Rechtsanwalt. In den Schulferien habe sie immer wieder in seiner Kanzlei ausgeholfen. "Mir hat es einfach gefallen. Es hat mein Interesse geweckt", so Yvonne Möller. Das besteht bis heute.

In Augsburg studiert sie Jura. Nach dem 1. Staatsexamen 2006 absolviert sie ihr Referendariat. Das beinhaltet Ausbildungsabschnitte am Zivilgericht, bei der Staatsanwaltschaft aber auch eine neunmonatige Phase bei einer Anwaltsstelle. "Die kann in einem Amt absolviert werden, oder in einem Unternehmen. Ich war beim Wirtschaftsprüfer Deloitte im Bereich Steuern tätig", erzählt sie.

Doch die Entscheidung, ob sie nach ihrem 2. Staatsexamen als Rechtsanwältin arbeiten wollen würde, oder doch lieber in die Wirtschaft gehe, erübrigte sich. Nach einem sehr guten ersten Examen konnte sie wieder sehr gute Noten einheimsen: Der Weg zur Richterlaufbahn war geebnet.

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Rückendeckung von Kollegen und der Geschäftsstelle

Jetzt lernt und erlebt sie in Dillingen, was der Alltag als Richterin bedeutet. "Natürlich wird man ins kalte Wasser geschmissen. Aber das ist in jedem Beruf so. Ich habe mich gut und schnell eingearbeitet. Außerdem habe ich volle Rückendeckung von meinen Kollegen und aus der Geschäftsstelle erhalten", betont sie.

Strafsachen ist in Dillingen ihr Aufgabengebiet. Yvonne Möller: "Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Natürlich sind es oftmals auf den ersten Blick dieselben Straftaten, aber sie werden immer wieder anders begangen." Tag für Tag pendelt sie von der Landeshauptstadt nach Dillingen. "Das sind zwei Stunden hin und zwei Stunden zurück", so die 27-Jährige.

Maximal zwei Jahre Proberichterzeit

Die Zeit nutzt sie für das Aktenstudium. Maximal zwei Jahre beträgt die Proberichterzeit. "Dann kehrt man zur Staatsanwaltschaft zurück, bevor man Richter auf Lebenszeit wird", so Yvonne Möller.

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