1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Batiken wie die Hippies

Gundelfingen

28.08.2018

Batiken wie die Hippies

Die siebenjährige Lina ist ganz stolz auf ihr fertiges Ergebnis. Nach dem Färben ist jedes T-Shirt eine Überraschung.
Bild: Emma Schaller

In Gundelfingen ist wieder das Batikfieber wie vor fast 50 Jahren ausgebrochen.

Bunte Farbspiralen und verzweigte Muster, das beschreibt das Ergebnis des Batiken am besten. Ursprünglich kommt diese Färbetechnik aus Indonesien. In den 1960ern und 1970ern wurde der Trend von den Hippies übernommen. Manche haben bestimmt noch das ein oder andere Batikshirt im Kleiderschrank oder im Keller. Darum ist es umso schöner, dass auch Kinder die T-Shirts noch tragen und vor allem selber machen wollen.

Wäscheklammer, Faden oder Knoten zaubern Muster

In Gundelfingen findet das Ferienprogramm findet seit vielen Jahren statt. Seit 25. Jahren ist Hemma Grethlein dabei. Dabei bietet sie nicht nur batiken an, sondern auch viele andere Programme, wie Schlüsselanhänger basteln. In diesem Kurs haben insgesamt acht Buben und Mädchen ihre Freude im T-Shirt färben gefunden. „Es ist jedes Mal wie Weihnachten, ich bin ja selber gespannt, was rauskommt“, beschreibt Grethlein diesen Spaß. Das Batiken an sich ist kein Hexenwerk, sagt sie. Es werden jeweils verschiedene Teile des Shirts mit Wäscheklammern oder traditioneller mit Fäden abgebunden und verknotet, und dieser abgebundene Teil dann mit der speziellen Batikfarbe eingefärbt.

Je nachdem, welche Farben man verwendet oder wie das T-Shirt abgebunden wurde, kommen immer verschiedenste Muster heraus. „Kein T-Shirt ist am Ende gleich.“ Trotz der nur zwei oder drei verwendeten Farben können viel mehr herauskommen, weil immer andere Mischfarben entstehen. Die Kinder zwischen vier und zwölf Jahren haben ihr Oberteil selbst mitgebracht, dabei ist es egal, ob es lange oder kurze Ärmel hat. Die Kursleiterin fügt hinzu: „Am besten funktioniert es mit Baumwolle und das Kleidungsstück sollte vorher auf jeden Fall gewaschen sein.“

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Was Essigwasser bringt

Nachdem dann jedes der Kinder fertig mit dem Knoten, Abbinden und Einfärben ist, kommt das Knäuel zum Schluss noch in ein Fixierbad, damit die Farben nicht so schnell ausbleichen. Ein Tipp ist es, das Gefärbte vor dem ersten Waschen noch in Essigwasser zu legen, damit die Farben nicht zu stark ausbleichen. Die elfjährige Antonia hat etwas neues ausprobiert: „Ich habe es einfach wie einen Knödel zusammengeknotet, das hat mir eine Freundin gezeigt.“ Das Ergebnis kann sich von allen sehen lassen, und wirklich, kein einziges Muster ist wie das andere. Der neunjährige Michael ist bereits zum sechsten Mal im Ferienprogramm von Hemma Grethlein.

Dieses Mal durfte sein kleiner Bruder Moritz auch mit. Das Angebot stimmt, denn mehrere im Kurs waren schon öfter dabei. Jedes der Kinder zeigt am Ende stolz das selbst designte T-Shirt den wartenden Müttern. Dieser Trend kann ganz einfach zu Hause nachgemacht werden, denn die Materialien gibt es im Bastelgeschäft oder im Internet. Hemma Grethlein mahnt aber zur Vorsicht, damit es zuhause keine große Farbschlacht gibt.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
DSC_2452.JPG
Kommentar

Vier Spuren für B16? Ein guter Vorschlag mit Schwächen

ad__starterpaket@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live,aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Zum Web & Mobil Starterpaket