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Freizeitpark

20.11.2017

Baustelle auf der Pirateninsel

Es wird noch bunter: Die Fassade des Hotels hat erst einen Grundanstrich bekommen. Bis zur Eröffnung am 24. März erhält sie noch viele Details.
Bild: Weizenegger

Im Günzburger Legoland-Feriendorf entsteht das bisher größte Hotel. Wie die Arbeiten an dem 26,6-Millionen-Euro-Projekt laufen – und was es dort zu sehen gibt

Der Blick vom Baustellenparkplatz zeigt: Nicht nur die Finanzierungssumme hat gigantische Ausmaße, auch das Gebäude selbst, das Legoland derzeit auf seinem Feriendorf-Areal baut, wird richtig groß. 26,6 Millionen Euro steckt der Freizeitpark in das Pirateninsel-Hotel mit 594 Betten. Es wird zum zehnten Jubiläum des Feriendorfs die Kapazität um satte 30 Prozent auf 3644 Gäste pro Nacht erweitern.

Etwa 150 Menschen arbeiten derzeit daran, dass aus dem großen, L-förmigen Gebäude inmitten von Baustellenmatsch in viereinhalb Monaten ein einladendes Hotel für die Legoland-Besucher wird. „Es sind wieder hauptsächlich Firmen aus der Region beteiligt“, sagt Legoland-Projektleiter Christian Jalba. Die Arbeiter liegen voll im Zeitplan, haben aber noch eine Menge zu tun. Die Gebäudehülle ist fertig, auch wenn sich die Fassade noch verändern wird. Im Inneren geht es stockwerkweise voran – während oben noch Estrich gegossen wird, sind die Zimmer unten teilweise schon möbliert. Noch mehr als in den bestehenden Burg-Hotels stecken im neuesten Projekt Details – einige davon erkennt man schon in den bereits fertigen Zimmern. Die Griffe der Schränke und Handtuchhalter bestehen aus kleinen Steuerrädern – exakte Nachbildungen von Teilen, die kleine Legofreunde in ihren Bausätzen vorfinden. Eine Besonderheit auch für Feriendorf-Direktor Christian Sichert: „Der Hersteller hat diese Teile für uns mithilfe eines 3-D-Druckers hergestellt.“

Außerdem werden in den Gästezimmern die bislang größten Modelle aus Legosteinen als Deko montiert: ein bunter Papagei über dem Elternbett, ein Säbel im Badezimmer, ein Affe über dem Fernseher im Kinder-Schlafbereich. Dieser hat außerdem eine absolute Neuheit zu bieten: Am Kopfende des Stockbetts, das in Bootsform gebaut ist, finden die kleinen Besucher eine fest installierte Bauplatte. So können sie mit den im Zimmer vorhandenen Bausteinen tatsächlich spielen, bis sie eingeschlafen sind – und am nächsten Morgen weitermachen.

Die Wände in den Fluren, aber auch in den Zimmern zieren Fototapeten mit bunten Legobildern von Piraten und Piratinnen. „Unsere Untersuchungen zeigen, dass Piraten bei Mädchen und Jungen gleichermaßen gut ankommen“, erklärt Legoland-Chef Martin Kring die Wahl des Themas für das bisher größte Hotel im Feriendorf. „Dieses Thema hat vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten“, ergänzt Marketingleiter Stefan Prien – die Welt der Seeräuber, ihrer Schiffe und Schätze bietet den Planern viel Spielraum. Wie dieser im Restaurant „Piraten-Taverne“ mit 320 Plätzen im Inneren und 120 auf der Terrasse aussehen wird, dafür braucht es im Moment noch etwas mehr Fantasie und einen Blick in die Planskizzen. „Es wird ein erlebnis-getriebenes Restaurant, etwas mehr, als wir das bisher haben“, verrät Martin Kring. Wo die offene Küche entstehen wird, ist derzeit noch blanker Boden, aus der Decke hängen noch die Kabel. Hier können die kleinen Gäste im nächsten Frühjahr auf Schatzsuche gehen – die Schätze der Piraten bilden den Spielbereich im Restaurant.

Gespielt werden darf auch schon vor dem Gebäude und im Eingangsbereich: Draußen wird es einen riesigen Abenteuerspielplatz mit einem Schiff geben. In der Eingangshalle wird ein riesiger Schiffsmast über drei Stockwerke in die Höhe wachsen, unter weiß-roten Segeln liegen auch hier Legosteine zum Bauen bereit. Doch im Moment klafft da, wo der Mast einmal stehen wird, noch ein viereckiges Loch mit Leitungen in der Mitte im Boden.

Auch draußen im Feriendorf wird sich zu Beginn der neuen Saison einiges ändern. Der bisherige Minigolfplatz ist bereits einer Baugrube gewichen. Dort entsteht ein neues Empfangsgebäude, in dem sich die Gäste zentral anmelden können, bevor sie in eines der Hotels, die Bungalows oder die beliebten Campingfässer einziehen können. Der Minigolfplatz bekommt jedoch Ersatz: Eine neue Anlage mit 15 Bahnen entsteht unweit des Piratenhotels und des neuen Parkplatzes. Die bis zu 200 Mitarbeiter des neuen Hotels werden jeden Tag daran vorbeikommen – der Minigolfplatz liegt auf dem Weg vom Hotel zu dem Pultdach-Gebäude, in dem Büros, Umkleiden und Aufenthaltsräume untergebracht sind. Direkt daneben haben die Mitarbeiter des Freizeitresorts vor zwei Wochen im Festzelt das Saisonende gefeiert. Saisonstart ist nächstes Jahr am 24. März. Bis dahin soll, nein, muss das Pirateninsel-Hotel fertig sein. „Wir haben schon Buchungen für die neue Saison“, bestätigt Martin Kring.

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