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Aufführung

18.04.2019

Besonderer Start in die Karwoche

Die Verantwortlichen des Spiels: (von links) Jutta Koller (Idee und Organisation), Jesusdarsteller Florian Lindenthal und Regisseur Bernhard Godde.
Bild: Walter

Gundelfingen wiederholt das Passionsspiel in St. Martin

Die Pfarreiengemeinschaft Gundelfingen inszenierte erneut in der Stadtpfarrkirche St. Martin in einer Doppelveranstaltung die Leidensgeschichte des Jesus von Nazareth. Jutta Koller war die treibende Kraft hinter dem Passionsspiel der Diözese Augsburg. Die Gemeindereferentin hatte es in Biberbach entdeckt, wo es 2015 erstmals in der Wallfahrtskirche präsentiert wurde. Die Grundidee wurde übernommen und modifiziert. Koller wählte das Lukasevangelium aus, das eine andere Sicht auf den Ölberg zeigt und den Apostel Petrus stärker kennzeichnet.

Regisseur Bernhard Godde wollte in der eindringlichen Realisierung Emotionen wecken, Ehrfurcht und Respekt vor dem Glauben erzielen und einen Einstieg in die Karwoche erreichen. Dies geschah auf einprägsame Weise.

In 13 Episoden wurde die Passion im Altarbereich dargeboten. Manfred Wörle und Tochter Tamara führten in einem Zwiegespräch zu den neutestamentarischen Gegebenheiten hin. Sie leiteten in die Szenen mit Fragestellungen und Erläuterungen von der Kanzel aus ein. Dank der historischen Gewänder erzielten die Jünger Jesu, die Schriftgelehrten, Kajaphas, Pilatus, die Soldaten, der Engel, die Frauen am leeren Grab und das Volk eine besondere Wirkung. Eine großartige Lösung hatte sich die Regie für die Geißelung, Dornenkrönung und Kreuzigung einfallen lassen. Sie wurden als Schattenspiele hinter einer riesigen Leinwand dargestellt.

Den optischen Effekt verstärkte Uli Weber am Keyboard. Er wertete mit improvisatorischen Zwischenspielen das Stück auf. Florian Lindenthal hatte die Rolle des Jesus übernommen, die er ergreifend nachempfand. Der Wandel von der positiven Ausstrahlung bei der Jüngerberufung hin bis zum leidgeprüften Sterben am Kreuz war intensiv und glaubhaft zu erleben. Florian Lindenthal war von Statur, der Diktion und dem schauspielerischen Einsatz her eine Idealbesetzung. Ihm galt der große Beifall des Publikums, das auch die Leistungen der anderen Mitwirkenden und der Technik lautstark honorierte.

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