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Bislang fehlen die Alternativen zum Diesel

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Kommentar Von Andreas Schopf
05.04.2018

Überraschenderweise ist die Zahl der zugelassenen Diesel im Kreis Dillingen gestiegen. Doch bei näherem Hinsehen ist das verständlich.

Die Zulassungszahlen aus dem Landkreis sind durchaus überraschend. Angesichts der zum Teil überhitzten Diskussionen der vergangenen Monate und Jahre hätte man fast meinen können, der Diesel-Motor soll auf einen Schlag von den Straßen verbannt werden. Doch er bietet nach wie vor vielen Menschen und Firmen effiziente Mobilität, gerade im ländlichen Raum. Erst recht, wenn es viele Pendler gibt, so wie in der Region. Auch im Nachbarlandkreis Donau-Ries gibt es heute mehr Diesel-Fahrzeuge als noch 2015.

Bei näherem Hinsehen ist das verständlich. Denn derzeit fehlen die Alternativen. Der Umstieg auf Benzinmotoren hätte für Vielfahrer mitunter erhebliche Mehrkosten zur Folge. Umweltfreundlicher wäre dies aufgrund erhöhten CO2- und Feinstaubausstoßes auch nicht. Und die Elektromobilität ist oft noch nicht praxistauglich. Es braucht mehr Ladestationen und höhere Reichweiten. Hybridantriebe sind zumindest ein sinnvoller Kompromiss.

Wichtig ist, dass die Diskussion versachlicht wird. Hersteller müssen für ihre betrügerischen Abgasmanipulationen einstehen und neue Technologien entwickeln. Kommunen brauchen zukunftsfähige Verkehrskonzepte. Bis dahin werden moderne Diesel weiterhin ihren Dienst verrichten.

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