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30.11.2020

Bissingen checkt seine Vitalität

Der Markt Bissingen samt den Ortsteilen soll einem Vitalitätscheck unterzogen werden.
Bild: Brigitte Bunk

Die ganze Marktgemeinde soll analysiert werden – von der Bevölkerungsentwicklung bis zur Grundversorgung

Das gesamte Gemeindegebiet von Bissingen soll mithilfe eines Planungsbüros analysiert werden. Bei diesem Vitalitätscheck geht es um die Bevölkerungsentwicklung, Flächennutzung, Grundversorgung, Erreichbarkeit und die Wirtschaft, um den Arbeitsmarkt sowie die Erfassung von Innenentwicklungspotenzialen aller Ortsteile ab 50 Einwohnern. Das Amt für Ländliche Entwicklung hat geeignete Planungsbüros angeschrieben, drei davon haben Interesse bekundet, beim Bissinger Verfahren mitzuarbeiten.

Der Gemeinderat hat nun die Wertungskriterien für die Auswahl eines geeigneten Büros festgelegt. Die fachliche Eignung wiegt mit 30 Prozent, die maßnahmenbezogene Eignung mit 20 Prozent, die Ortskenntnis schlägt mit zehn Prozent zu Buche, die Kosten mit 30 Prozent und der Gesamteindruck des Bewerbers bei der Präsentation mit zehn Prozent. Damit folgte der Rat dem Vorschlag von Roman Bauer, mehr Wert auf die tatsächlichen Leistungen, also die maßnahmenbezogenen Referenzen zu legen, als auf den Eindruck bei der Präsentation. Beide lagen laut Vorschlag vom Amt bei 15 Prozent. Die Planer werden sich voraussichtlich Ende Januar dem Gremium vorstellen. Axel Spielberger fragte, wie die Verwaltung auch noch den Mehraufwand durch den Vitalitätscheck schaffen solle. Hierzu sagte Bürgermeister Stephan Herreiner: „Ich hoffe auf die Mithilfe der Ortssprecher.“ Weitere Themen:

lFotovoltaikanlage Die Pläne für eine Fotovoltaikanlage stellte Claus Krattenmacher von der Firma Zimmermann PV-Stahlbau aus Oberessendorf im Landkreis Biberach vor. 4,7 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr könnten produziert werden. Zur Veranschaulichung meinte er, dass das für 1160 Haushalte reichen würde. Die Anlage könnte nach der 20-jährigen Nutzungsdauer wieder rückstandslos abgebaut werden. Um dies realisieren zu können, müsste die Gemeinde einen Sonderbereich Fotovoltaik im Flächennutzungsplan ausweisen. Nachdem die Fläche laut Planer in einem sogenannten benachteiligten Gebiet liege, an das ein Vogelschutzgebiet angrenze, würde sie sich gut eignen. Auf der Fläche, die umzäunt werde, könnten sich Bodenbrüter ungestört ansiedeln, die Biodiversität nehme zu. Der nächste Netzanschlusspunkt liege 1800 Meter entfernt nahe der Bissinger Molkerei, von den Kosten her eine sehr gute Voraussetzung. Bürgermeister Herreiner betonte, dass es in dieser Sitzung rein um die Information gehe, nicht um eine Abstimmung. Er ergänzte, dass von den Bürgern bereits erste negative Reaktionen gekommen seien, auch einige Ratsmitglieder zeigten sich nicht begeistert von dem Standort. Denn die Fläche, um die es geht, liegt zwischen dem Bissinger Baugebiet Eichelacker und dem Stillnauer Baugebiet Kreuzfeld, das die Gemeinde gerade entwickelt.

lKindergarten Bürgermeister Herreiner stellte außerdem in der jüngsten Sitzung die Pläne zur Erweiterung des Kindergartens und der Kinderkrippe in Bissingen vor. Räume für jeweils eine Gruppe mehr und zusätzlich Fachräume werden in Richtung Norden angebaut. „Die Bauweise entspricht dem Bestand der Kinderkrippe, die erst vor weniger Zeit in Betrieb genommen wurde“, erklärte Herreiner. Kindergartenleiterin Bettina Konrad erläuterte, dass sie vor zwei Jahren eine Bedarfsermittlung gemacht habe. Die Berechnung anhand der Geburtenzahlen habe ergeben, dass der Anbau nötig sei. Bereits jetzt bestehe eine Warteliste für Krippenplätze, es gibt zwei Gruppen. Eine der fünf Kindergartengruppen ist im Mehrzweckraum untergebracht. Die Ausnahmegenehmigung für dieses Provisorium wurde bis August 2021 verlängert. Der Rat stimmte dem Bauplan ohne Gegenstimmen zu.

lZuschüsse Der Gemeinderat beschloss zudem, für das Jahr 2020 Zuschüsse in Höhe von 4000 Euro an die Vereine auszubezahlen. Den höchsten Zuschuss bekommt dabei der Musikverein Kesseltal mit 2000 Euro.

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