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Stadtrat

17.01.2015

Brandschutz und Feuerwehr stehen ganz oben auf der Liste

Franz Kukla

In der ersten Sitzung 2015 blickte Franz Kukla in Gundelfingen voraus und zurück

Das neue Jahr ist noch jung. In den Kommunen werden aber schon neue Pläne geschmiedet, viele Projekte wurden sogar schon angepackt. In der Donau-Zeitung sagen Bürgermeister aus dem Verbreitungsgebiet, was auf ihrer Prioritätenliste ganz oben steht.

Ein Jahr der Neuaufstellung und der Neuausrichtung sei 2014 gewesen, sagt Bürgermeister Franz Kukla. Die Einschnitte durch die Stadtratswahl, Veränderungen in der Verwaltung – das seien entscheidende Zäsuren für Gundelfingen gewesen. Dass neue Besen gut kehren, habe man aber beispielsweise in der verfahrenen Situation der Brenzhalle gesehen. Mit den Arbeiten am Brandschutz wurde bereits 2014 begonnen, damit sie im Frühjahr möglichst wieder normal nutzbar ist. „Durch die Aufteilung der Abschnitte ist auch der finanzielle Aufwand besser verkraftbar, ohne dass wichtige Maßnahmen auf die lange Bank geschoben werden müssen.“ Eine wichtige Maßnahme ist dabei beispielsweise die Beschaffung einer Drehleiter für die Feuerwehr. Hier sei man momentan in Gesprächen mit einer anderen bayerischen Feuerwehr, die ebenfalls auf der Suche nach einer Drehleiter ist. Können sich die beiden Gemeinden auf die gleiche Ausstattung einigen, dann winkt eine bessere Förderung. Einer Beschaffung in diesem und einer Auslieferung im nächsten Jahr stünde damit nichts mehr im Wege, sagt Kukla.

Auch, wenn er die Finanzsituation in seinem Rückblick und Ausblick in der ersten Stadtratssitzung als „nicht üppig“ bezeichnet. Durch Mehreinnahmen bei der Einkommen- und Gewerbesteuer habe man 2014 die geplante Neuverschuldung zwar vermeiden können. „Angesichts der großen investiven Maßnahmen wird ein Anstieg aber wohl nicht zu vermeiden sein“, so seine Vorhersage für 2015. Auch, weil die Kreisumlage heuer um 700000 Euro höher sein wird, als noch 2014. „Gerade deshalb bleibt Sparen das Gebot der Stunde.“ Der Spielraum für Wünschenswertes bleibe sehr begrenzt. Erfreulich sei aber, dass die Stadt auch in diesem Jahr wieder Schlüsselzuweisungen bekomme. Zwar nicht in der Höhe von 2014, als es noch 582000 Euro waren. Immerhin aber 264000 Euro, wie Kukla erklärte. Allerdings solle sich der Stadtrat seiner Meinung nach trotzdem Gedanken darüber machen, ob man auf mittlere Sicht nicht in Grund und Boden investieren sollte. Schließlich stünde einer Verschuldung, die man hier aufnehme, auch ein Wert gegenüber. Ob das allerdings möglich sei, müsse man mit der Aufsichtsbehörde am Landratsamt klären, sagte Kukla.

Weiter am Ball bleiben will die Stadt auch, was den Erhalt ihrer Versorgungsstruktur anbelangt. Derzeit werde dazu ein Kataster für Wasser und Abwasser erstellt, um das Leitungssystem ständig auf dem neuesten Stand halten zu können. „In der Zukunft wird auch die Frage gestellt werden müssen: Kann unsere Abwasserreinigungsanlage die gestellten Anforderungen bewältigen oder brauchen wir hier neue Lösungsansätze?“, so der Rathauschef. Lösungsansätze seien daneben auch gefragt, wenn es um den Standort der Feuerwehr in der Gärtnerstadt geht. Heftig sei in der Vergangenheit darüber diskutiert worden. Im Mittelpunkt stehe für ihn dabei die Frage, ob die Sicherheit im Rettungswesen in der Stadt gewährleistet sei. „Nachdem wir uns jetzt auf einen methodischen Weg verständigt haben, dürfte der Abschluss dieser Frage im Frühsommer möglich sein.“

Auch die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt, die 2014 begann, sollen im Frühjahr in einem Abschlussbericht verabschiedet werden. Darin werde ein Leitfaden für die kommenden Jahre erstellt, an dem sich Bürger und Politik orientieren könnten. Ein Ziel sei dabei die Schaffung von Wohnraum. Im Kleineren habe die Zukunftsorientierung auch in der Dorferneuerung Peterswörth schon stattgefunden, sagte Kukla. „Jetzt wäre es wünschenswert, wenn seitens des Amts für Ländliche Entwicklung wieder mehr Fahrt aufgenommen würde, um die Menschen nicht zu enttäuschen, die sich ehrenamtlich einbringen.“

Und das seien in der Stadt, die 7621 Einwohner zählt, einige, wie der Bürgermeister erklärte. Vier von ihnen zeichnete er im Anschluss an seinen Rück- und Ausblick aus (siehe nebenstehender Artikel). Und Kukla freut sich auch, dass 2015 ein Jubiläum ansteht.

Gemeinsam mit den Freunden aus Beek feiert die Stadt in diesem Jahr das 45-jährige Bestehen der Partnerschaft. Diesmal in den Niederlanden.

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