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Lauingen

28.11.2018

Brauchtum und Kultur gepflegt

Mit dabei waren die Donauperlen, von links: Walter Manz am Akkordeon, Ludwig Lenzer mit seiner Teufelsgeige und Karl Kling am Kontrabass.
Bild: Sylvia Knecht

„Schwätz m’r schwäbisch“ zeigt, wie viel Spaß die Kulturgut-Pflege machen kann. Und das nicht nur durch mundartliche Texte und Musik, sondern auch durch Lauinger Wein und Bier.

Kultur, Brauchtum und Bildung in Form unterhaltsamer Heimatkunde, all das will die Veranstaltung „Schwätz m’r schwäbisch“ vermitteln. Seit Jahren sind die Veranstaltungen, die jeden Herbst in Lauingen stattfinden, gut besucht. Vom „lebendigen Kulturgut“ wurden auch heuer wieder zahlreiche Besucher angelockt.

Als großen Fan von „Schwätz m’r schwäbisch“ outete sich Lauingens stellvertretender Bürgermeister Dietmar Bulling, der in Vertretung für Bürgermeisterin Katja Müller das Grußwort ans Publikum richtete. Vor allem die Pflege der Mundartsprache werde durch die mannigfaltigen Beiträge betrieben, so Bulling.

Ausdrücklich würdigte er das große Engagement aller Beteiligten auf und hinter der Bühne und den erheblichen Aufwand bei Planung und Durchführung der Veranstaltung. Immer wieder werde von den Verantwortlichen des „Kulturmarkts Lauingen“ mit ihrem umtriebigen Vorsitzenden Anton Grotz ein neuer Baustein hinzugefügt, der zeige, wie vielfältig schwäbisches Kulturgut ist (lesen Sie dazu etwa: Große Geschichte im kleinen Ort).

Brau-Madl: Lauinger Bier soll 2019 durchstarten

So schenkte diesmal der junge Brauer Benedikt Deniffel erstmals Kostproben seines in Lauingen gebrauten Bieres aus. Er hofft, Anfang 2019 mit seiner kleinen Lauinger Brauerei „Brau-Madl“ in einem Ladengeschäft an der Herzog-Georg-Straße richtig durchstarten zu können.

Der bereits gut bekannte Lauinger Wein, das „Schlitzohr“, wurde bereits im vergangenen Jahr von Mitgliedern des Lauinger Winzervereins bei „Schwätz m‘r schwäbisch“ ausgeschenkt und fand auch dieses Mal wieder zahlreiche Genießer. Dass Essen und Trinken schon immer wichtige Kulturgüter darstellen, machte auch der Wertinger Alfred Sigg in seinen unterhaltsamen Vorträgen deutlich. Mit Auszügen aus Archiven aus dem 18. und 19. Jahrhundert zeichnete er ein lebendiges Bild vom Leben im früheren Schwaben.

Liebe und Ehe waren die Themen von Gerhard Schmidt aus Laugna. Im rasanten Wechsel trug er Zitate berühmter Dichter und Denker, lustige Anekdoten über Abgründe im Zusammenleben der Geschlechter und nachdenklich stimmenden Weisheiten zu scheinbar nicht lösbaren Fragen zwischen Mann und Frau vor. Musik als Kulturgut spielt bei jeder Veranstaltung „Schwätz m’r schwäbisch“ eine wichtige Rolle.

Musik und Kuchen kommen gut an

Diesmal spielte sich die Volksmusikgruppe der Stadtkapelle Lauingen in die Herzen der Zuhörer. Zusammen mit erkennbar leidenschaftlich aufspielenden Musikanten der Lebenshilfe Dillingen, „Blas den Blues“, umrahmte das Ensemble unter der Leitung von Ingrid Philipp die Veranstaltung. Der Lauinger Chor „Frohsinn“ unter der Leitung von Winfried Häusler widmet sich traditionell der gesungenen schwäbischen Mundart. Klassiker wie „Auf em Waase grased ’d Hase …“ oder „Jetzt gang i ans Brünnele“ wurden ebenso zu Gehör gebracht wie schwäbische Betrachtungen zum „Schwefelhölzle“ oder dem „Kanapee“, heißt es in der Pressemitteilung.

Die drei Musikanten von den „Donauperlen“ vereinten Gesang und Musik in ihren Beiträgen. Walter Manz am Akkordeon stimmte mit den Zuhörern beliebte und bekannte Lieder zum Mitsingen an. Karl Kling am Kontrabass und Ludwig Lenzer mit seiner Teufelsgeige unterstützten tatkräftig. Reißenden Absatz fand der selbst gebackene Kuchen, organisiert vom Bäckerinnenteam rund um Adelinde Günther. Die Helfer der „Fanfare Brass Band“ hatten mit der Bewirtung der Gäste alle Hände voll zu tun. (pm)

Auch das ist Kultur in Lauingen: Am TiF wurde der Schwäbische Kabarettpreis 2018 verliehen. An Simone Solga - die sehnt sich nach einem „Leben nach der Merkel“.

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