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Irre Fußball-Gaudi

19.06.2017

Bubblen und Bumpenin Binswangen

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Es ist nicht leicht, den Ball zu lenken, wenn man selbst in einem Ball drinsteckt. In Binswangen gab´s wieder großen Spaß beim Bubble-Fußball-Turnier.
Bild: Foto: Marion Buk-Kluger

Warum es nicht ganz einfach ist, den Ball in ein Tor zu hieven, wenn man selbst in einem Ball steckt. Eine heiße Sache mit viel Spaß, die Benjamin Bierchen gewonnen hat

Die Mannschaften heißen Juventus Urin, Glasbier Rangers, Barfuß Betlehem, Bubble Beers, Benjamin Bierchen, Hütte Fristingen, Stärkere Stoffe, sowie die weiblichen Teams „Die Zuschauer“ und JFG Mädels. Und die Namen lassen schon darauf schliessen, dass es bei diesem Fußballturnier in Binswangen überwiegend um den Spaß geht. „Wir haben allerdings mit Juventus Urin und Benjamin Bierchen die Titelverteidiger der letzten beiden Jahre am Start. Und auch, wenn es auf den ersten Blick sehr chaotisch aussieht, haben einige Teams schon eine durchdachte Taktik“, sagt Benedikt Winkler, der Organisator vom Ausrichterverein, dem TSV Binswangen und dort zugleich Kapitän und Abteilunsgleiter Fußball.

„Wir zum Beispiel meiden das Anspiel-Tackling beim Anstoss und lassen erst einmal den Gegner kommen. Wenn sie dann am Torschuss scheitern, können wir schnell kontern.“ Das Spiel ist also durchaus taktisch anspruchsvoll. Aber warum, macht man das? Zudem sind die Spieler, die in Bubbles stecken im Sichtumfang eingeschränkt, und das Laufen im Ball ist anstrengend. „Aber es macht sehr viel Spaß, außerdem ist es eine lustige Alternative zur Saisonpause, in der es bereits viele normale Fußballturniere gibt.“ Vor zwei Jahren wurde das Turnier erstmals ausgetragen. Die Konkurrenzveranstaltungen machen es zwar nicht einfach, Meldungen zu bekommen, dennoch freute sich Benedikt (26) über die neun Teams, die am Samstag auf dem Sportgelände des TSV Binswangen antraten. Zum Teil sind es Wiederholungstäter. „Die Mädels aus Baiershofen, die als die Zuschauer antreten, sind von Anfang an dabei!“

In drei Gruppen wurden die ersten vier Teams ermittelt, die sich im Halb- und schließlich im Finale duellierten. Die anderen fünf waren aber nach der Gruppenphase nicht untätig und spielten die Platzierungen aus. Damit aber überhaupt „gebubbelt“ werden konnte, hatte Bendikt Winkler die Spielgeräte extra aus Straubing besorgt.

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Bubble Fußball kommt ursprünglich aus Norwegen, wo Henrik Elvestad und Johan Golden 2011 die Idee der aufblasbaren Bubble-Bälle und den Einsatz zum Bubble-Fußballspielen für ihre eigene TV-Show Golden Goal hatten. Schließlich wurde diese Trend-Sportart besonders im englischsprachigen Raum bekannt, bevor sie im asiatischen, europäischen und amerikanischen Raum populär wurde.

Die Regeln sind dieselben wie beim klassischen Fußball, ein Spiel dauert aufgrund der enormen Anstrengungen sowie der entstehenden Hitze in den Bubble-Bällen meist fünf bis sieben, acht Minuten. Körperkontakt ist beim Bubble-Fußball explizit erwünscht und gehört sogar zum Spiel. „Außer, wenn der Check von hinten kommt, da dies nicht gesehen werden kann“, erklärt Benedikt Winkler.

Die Teams entwickeln oft ganz eigene Strategien, wobei eine populäre Strategie ist, dass drei Spieler für das Umschubsen, das so genannte Bumpen der gegnerischen Spieler zuständig sind, während die zwei anderen Spieler sich um den Ball kümmern und versuchen, diesen ins gegnerische Tor zu schießen. Das erinnert dann schon ein wenig an American Football. Alles in allem hatten die Spieler und auch das Publikum viel Spaß am Binswanger Bubble Turnier, das die Fußballer und Fußballerinnen des TSV Binswangen komplett in Eigenregie gestemmt hatten. Gewonnen wurde es am Ende vom Titelverteidiger Benjamin Bierchen, die eine Sulz vom Metzger sowie einen Verzehrgutschein von 75 Euro, der direkt vor Ort eingelöst wurde, als Siegesprämie erhielten.

Für nächstes Jahr haben Benedikt Winkler und seine Mitstreiter übrigens eine neue Turnieridee: „Man darf gespannt sein!“

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