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Blindheim

28.01.2021

Bürgerbegehren gewinnt: Blindheimer wollen Supermarkt im Gewerbegebiet

Unter strengsten Hygienemaßnahmen fand der Bürgerentscheid am Sonntag in der Gemeinde Blindheim statt.
Foto: Karl Aumiller

Das Ergebnis des Bürgerentscheids ist eindeutig. Die Abstimmungsbeteiligung ist hoch. Erste Reaktionen.

Nun ist es offiziell: Die Blindheimer wollen einen Supermarkt in ihrer Gemeinde. Und zwar nicht irgendwo, sondern auf der freien Fläche im Gewerbegebiet „An der Bahn“. Diese Entscheidung ist am Sonntagabend kurz nach 19 Uhr gefallen. Markus Grob von der Höchstädter Stadtverwaltung bestätigt das Ergebnis des Bürgerentscheids. Er sagt: „Das amtliche Endergebnis liegt vor: Das Bürgerbegehren hat gewonnen.“ Die Anzahl der Stimmen war so hoch, dass sogar die Stichfrage erst gar nicht mehr ausgezählt werden musste. Entscheidend waren 500 Stimmen für das Bürgerbegehren. 58,69 Prozent der Bürger, die abgestimmt haben, haben ihr Kreuzchen bei „Ja“ bei der Frage des Bürgerbegehrens gesetzt. Die Abstimmungsbeteiligung lag laut Grob bei insgesamt 62,35 Prozent, sprich: 896 Personen haben abgestimmt.

Stichfrage musste nicht ausgezählt werden

Wie berichtet, hatten die Blindheimer am Sonntag gleich drei Fragen zu beantworten, auf den Zetteln standen zwei inhaltlich gegenläufige Bürgerentscheide. Das Ratsbegehren wollte wissen, ob auf einer geeigneten Fläche, aber nicht auf dem Gewerbegrundstück „An der Bahn“ ein Supermarkt angesiedelt werden soll, das Bürgerbegehren hatte genau die gegenteilige Frage gestellt. Eben die, ob genau auf dieser Fläche ein Verbrauchermarkt realisiert werden soll. Zusätzlich mussten die Bürger ankreuzen, welchem Begehren sie generell zustimmen. Seit Sonntagabend ist nun klar: Die Blindheimer, Unterglauheimer und Wolpertstettener haben mehrheitlich für das Bürgerbegehren, sprich für einen Supermarkt im Gewerbegebiet gestimmt.

Das sagt Bürgermeister Jürgen Frank

Bürgermeister Jürgen Frank, der hinter dem Ratsbegehren stand, sagte nach der Verkündung des Ergebnisses, dass er dieses vollumfänglich akzeptiere und: „Es war eindeutiger als ich erwartete habe, aber das ist völlig in Ordnung. Jetzt müssen wir schauen, wie wir mit dem aktuell gültigen Beschluss umgehen. Und dann werden wir die möglichen Investoren kontaktieren und schauen, wer wirklich Interesse hat. Wenn es Corona zulässt, dann möchte ich aber auf jeden Fall eine öffentliche Sitzung machen, bei der mögliche Konzepte vorgestellt werden.“

Eine öffentliche Sitzung notwendig

Wäre das Ergebnis der Abstimmung anders ausgefallen, sprich das Ratsbegehren hätte gewonnen, dann hätte sich die ortsansässige Firma Miller im Gewerbegebiet vergrößern wollen. Unternehmer Bernhard Miller wollte dort eine große Bodenreinigungsanlage bauen, die Pläne sind schon sehr weit fortgeschritten – die stießen aber vor allem bei Anwohnern auf heftige Ablehnung.

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