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02.07.2010

Bürgerinitiative wirbt für kleinere Lösung

Bachhagel Eine Entlastung für Burghagel, das will auch die Bürgerinitiative erreichen. Doch die, so die Überzeugung der BI, ist auch mit einer deutlich kleineren und insgesamt deutlich günstigeren Lösung zu erreichen. Die Vertreter der Bürgerinitiative stören sich vor allem an den Dimensionen der großen Lösung mit den Kreiseln und den höhenfreien Anbindungen.

Denn angesichts der Verkehrszählungen, die bestätigt hätten, dass die Belastung auf der Staatsstraße in der untersten Kategorie liege, ist in ihren Augen in Zukunft keine wesentliche Erhöhung der Belastung zu erwarten. Daneben bezweifelt die Bürgerinitiative, dass die Verkehrssicherheit durch die große Lösung tatsächlich erhöht wird. Schwere Unfälle seien in der Vergangenheit immer auf den gut ausgebauten Strecken passiert. Zweifel meldet die BI darüber hinaus auch beim Thema Infrastruktur an. Rad- und Wirtschaftswege könnten auch in einer kleineren Lösung ausgebaut werden. Zudem sei der Bau der Entlastungsstraße für die seit Langem angestrebte Ansiedlung eines Supermarktes oder einer Tankstelle nicht von Belang. Entscheidend sei hier vielmehr die Einwohnerzahl.

Kritik an der "Zuschussdenke"

Der größte Kritikpunkt der Bürgerinitiative ist allerdings die sogenannte "Zuschussdenke". Gerade in einer Zeit, in der viele Städte und Gemeinden kurz vor der Pleite stünden, müsse man genau überlegen, ob ein Projekt wirklich notwendig sei. Eine überdimensionierte Umgehung zu bauen, nur weil dafür Geld aus den Fördertöpfen fließe, sei dabei nicht zielführend. Am Ende soll für die Bürgerinitiative eine abgespeckte, kleine und kürzere Variante stehen, die Burghagel entlastet und mit deutlich geringeren Kosten für die Gemeinde einhergeht. Denn das Geld, so ihre Überzeugung, könne in Bachhagel anderswo sinnvoller eingesetzt werden. Dafür sei man auch bereit, die Trasse der "kleinen Lösung" so weit als möglich an die geplante große Trasse anzunähern, um die Förderfähigkeit nicht zu verlieren. Die Planung dafür müsse allerdings vom Straßenbauamt erstellt werden.

Dass eine kleine Lösung die Gemeinde letztlich teurer zu stehen kommen könnte als die große, ist für die Bürgerinitiative nicht denkbar. Sie ist der Auffassung, dass eine Änderung beim Fördersatz eine wesentliche Änderung darstellt. In diesem Fall wäre die Kommune nicht gezwungen, die Straße zu bauen, so ihre Argumentation. (gau)

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