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Bächingen

11.08.2020

Bürgermeister Siegmund Meck: „Ich fühle mich angekommen“

Siegmund Meck ist seit rund 100 Tagen der Chef im Bächinger Rathaus.
Bild: Andreas Schopf

Plus Seit 100 Tagen ist Siegmund Meck der Chef im Bächinger Rathaus. Der neue Bürgermeister spricht über berufliche Doppelbelastungen und die größte Herausforderung, die auf ihn wartet.

Herr Meck, Sie sind seit 100 Tagen Bürgermeister von Bächingen. Wie fällt Ihr erstes Fazit aus?

Meck: Es war eine bewegte Zeit. Der Start in das neue Amt, die besondere Situation mit der Corona-Pandemie, die Wiedereröffnung des Kindergartens, die stufenweise Eröffnung der Schule und die jeweiligen Hygiene-Konzepte, die wir umsetzen mussten.

War es rückblickend der richtige Schritt für Sie, das Bürgermeister-Amt zu übernehmen?

Meck: Es war der richtige Schritt. Mir macht das sehr viel Freude, ich habe viel mit den Menschen vor Ort zu tun und bekomme positive Resonanz. Ich gestalte und bewege gerne etwas in Bächingen.

Bürgermeister in der Corona-Pandemie

Ist der Job so, wie Sie ihn sich vorgestellt haben?

Meck: Im Großen und Ganzen war mir bekannt, was mich erwartet. Das war keine große Überraschung.

Trotzdem war der Start in Corona-Zeiten bestimmt nicht so leicht, oder?

Meck: Es sind natürlich Aufgaben angestanden, die vorher niemand auf dem Schirm hatte, und für die es keine Erfahrungswerte gibt. Aber man hat ja auch ein Team, mit dem man gemeinsam nach Lösungen sucht. Dafür sind andere Dinge weggefallen, wie zum Beispiel das Dorffest oder das Ferienprogramm.

Was bedeutet es für einen Ort wie Bächingen, wenn gesellschaftliche Events wie das Dorffest ausfallen?

Meck: Das wird sich erst in den nächsten Jahren zeigen. Natürlich fehlt derzeit der Zusammenhalt in der Gemeinschaft, die Leute sind mehr unter sich. Das gesellschaftliche Leben war nahezu auf Null. Wie sich das wieder beleben lässt, muss man erst schauen. Vielleicht wird es in Zukunft einfacher, jemanden zu einem Engagement zu bewegen, weil einem bewusst geworden ist, dass nichts selbstverständlich ist. Oder es wird schwerer, weil der eine oder andere in diesem Jahr gemerkt hat: Es geht auch ohne ein Dorffest. Das Gleiche gilt für Mitgliedschaften in Vereinen. Die langfristigen Auswirkungen lassen sich noch nicht absehen.

Wohnraum auch innerorts schaffen

Welche Dinge haben Sie in den ersten 100 Tagen am meisten beschäftigt?

Meck: Grundstücksangelegenheiten waren ein großes Thema. In diesem Zusammenhang ging es um das Schaffen von Wohnraum, die Innerortsverdichtung oder altersgerechtes Wohnen – Vorhaben, die wir uns auf die Fahnen geschrieben haben. Dafür mussten wir die ersten Weichen stellen. Jetzt gilt es, schnell in eine Realisierungsphase zu kommen.

Zeichnet sich konkret schon ein Projekt ab?

Meck: Wir haben Grund erworben. Konkret kann man aber noch nichts sagen. Das Ganze ist noch in der Findungsphase.

Welche Projekte stehen sonst in naher Zukunft an?

Meck: Die größte Herausforderung ist ganz klar das Schaffen von Wohnraum. Ansonsten steht der Breitbandausbau vor dem Abschluss. Die Technik wird derzeit im Ort installiert. Das wird in ein paar Wochen vollzogen sein.

Wie steht es um die Sanierung des Friedhofs?

Meck: Hierzu wollen wir in der Gemeinderatssitzung im September konkrete Pläne verabschieden und dann ausschreiben. Ich hoffe, dass wir im Frühjahr die Baumaßnahmen durchführen können und dann im Sommer neue Bestattungsformen anbieten können.

Nachfolger an der Bächinger Grundschule

An der Bächinger Grundschule gibt es einen Wechsel. Rektorin Ruth Seybold hat die Schule in Richtung Gundelfingen verlassen. Wie wird es in Bächingen weitergehen?

Meck: Das ist schade. Aber das ist eine persönliche Entscheidung, die wir voll und ganz akzeptieren. Ich habe ein gutes Gefühl und bin sicher, dass ihre Nachfolgerin Andrea Rebmann eine sehr engagierte, motivierte und für einen solchen Posten geeignete Frau ist. Da mache ich mir keine Sorgen.

Wie gut schaffen Sie es, den ehrenamtlichen Bürgermeister-Posten mit den Aufgaben in Ihrer Firma unter einen Hut zu bringen?

Meck: Ich habe den Rhythmus gefunden, um dieses Amt mit meinem Hauptberuf zu verbinden. Vormittags bin ich im Rathaus, nachmittags in meiner Firma. Das hat sich gut eingespielt. Falls etwas ist, bin ich immer erreichbar. Und die Distanzen sind ohnehin kurz.

Fühlen Sie sich komplett angekommen als Bächinger Bürgermeister?

Meck: Ich fühle mich angekommen und habe das Gefühl, dass sich das auch in der Gemeinde schon verfestigt hat.

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