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Bürgerversammlung

16.11.2018

Bürgermeister bittet Schwennenbacher um Mithilfe

Die Schwennenbacher Feuerwehr braucht ein neues Fahrzeug.
Bild: Benedikt Siegert, Symbolfoto

Die Stadt Höchstädt sei auf Ehrenamt angewiesen. Was sich die Feuerwehr wünscht.

Ein wenig verdutzt blickte Bürgermeister Gerrit Maneth in der Runde der rund 30 Besucher bei der Bürgerversammlung im Vereinsheim von Schwennenbach. Waren doch in den Wortmeldungen unter anderem Forderungen an die Stadt herangetragen worden, die in früheren Zeiten von den Bürgern häufig selbst erledigt worden waren.

Da kam von Johann Seitz-Götz der Wunsch, die städtischen Hecken am Sportplatz, am Bergfeld und anderer Stelle durch den Bauhof schneiden zu lassen oder das Laub von den Bäumen auf städtischen Grund zu beseitigen. In diesem Zusammenhang fragte ein Versammlungsbesucher, ob denn auch alle Bäume markiert seien, die der Stadt gehörten. Dies sei wichtig, damit die Bürger erkennen, welche Bäume sie zu pflegen haben oder die Stadt, um beispielsweise zu verhindern, dass die städtischen Bäume am Kugelbach oder am Zugang zur Kirche nicht dem Wildwuchs preisgegeben werden. Nachdem Gerrit Maneth sich dies angehört hatte, erinnerte er die Versammlung daran, dass die Stadt für solche Arbeiten auch die ehrenamtliche Hilfe der Bürger benötige, die ja in den vergangenen Jahren vorbildlich gewesen sei.

Wer lebt da in einem alten Bauernhof der Stadt?

Ein weiterer Punkt, der den Schwennenbachern unter den Nägeln brennt: Seit mehreren Wochen lebt ein alleinstehender Mann in einem alten, landwirtschaftlichen Anwesen, das die Stadt gekauft hat, in dem Stadtteil. Für ihn greift die Obdachlosenfürsorge. Es kam die Frage auf, wie lange der Obdachlose in Schwennenbach untergebracht sei und was überhaupt mit diesem „heruntergekommenen Anwesen“ geschehen werde. „Das soll natürlich kein Dauerzustand sein“, sagte der Rathauschef, und die Stadt suche schon einen Käufer. Die Alternative sei, falls kein Interessent gefunden werde, das Gebäude abzureißen und auf dem Areal innerörtliche Bauplätze auszuweisen.

Die Feuerwehr braucht ein Fahrzeug, die Tragkraftspritze ist defekt

Anschließend wurde von Feuerwehrkommandant Christian Böck die Anschaffung eines Fahrzeugs angeregt, da die alte Tragkraftspritze defekt sei. Dabei betonte er, dass es nicht unbedingt ein Neues sein müsse. „Wir werden dafür eine Lösung finden“, sagte Bürgermeister Maneth, ebenso wie für den Antrag eines barrierefreien Zugangs zur Kirche von Kirchenpfleger Hubert Beck. Zum Hinweis eines Versammlungsbesuchers, dass eine Stelle am Gehweg der Dorfstraße durch die Breitbandverlegung einbreche, verwies Maneth darauf, beim Bauausschuss in dieser Sache einen Antrag zu stellen. Ein Lob erhielt der Bürgermeister aus dem Zuhörerkreis für die Sanierung des Spielplatzes mit der Einschränkung, dass nun auch noch für einen besseren Zugang gesorgt werden müsse. Nachdem keine weitere Wortmeldung aufkam, schlug Maneth vor, eine Begehung von Schwennenbach vorzunehmen, um alle die angesprochenen Punkte aufzunehmen.

Eröffnet hatte Maneth die Bürgerversammlung mit dem Hinweis zur Einwohnerentwicklung. Danach lebten zum 1. Oktober des Jahres 215 Einwohner in Schwennenbach. Des Weiteren habe die Stadt rund 20000 Euro an Arbeitsstunden vom Bauhof in den Ortsteil investiert und rund 42000 für Maßnahmen, unter anderem in der Bergstraße, dem Kräutergärtenfeld sowie dem Dach des Feuerwehrgerätehauses ausgegeben. Am Kreisverkehr sei vom Landkreis mit städtischer Hilfe ein Graben zum Abfluss des Oberflächenwassers angelegt worden. Die Urnenringanlage wurde laut Maneth vom Unkraut befreit und mit Rindenmulch bedeckt, der Holzsteg saniert und am Bau des Geräteraums des Obst- und Gartenbauvereins habe sich die Stadt bereits mit 7000 Euro beteiligt.

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