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15.07.2010

Bullenhitze für Senioren eine besondere Belastung

Bullenhitze für Senioren eine besondere Belastung
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Bullenhitze für Senioren eine besondere Belastung

Landkreis In der prallen Sonne brüten und dabei am Baggersee die Seele baumeln lassen. Für Fans der Freiluftsaison dürften die tropischen Temperaturen dieser Tage ideal sein. Für Senioren in Alten- und Pflegeheimen ist die Bullenhitze allerdings eine Belastung. "Ständig Temperaturen um die 30 Grad, das ist für uns eine schwierige Situation", sagt die neue Leiterin des AWO-Seniorenzentrums in Höch-städt, Maria Fischer-Niebler. Eines habe für die Betreuer gegenwärtig Priorität: "Wir achten genau darauf, dass unsere Senioren bei diesen Temperaturen genügend trinken." Denn sonst, so Fischer-Niebler, könne es schnell zu einer Austrocknung kommen.

In der Früh werde in den Zimmern durchgelüftet. Bettdecken werden durch luftigere Leintücher ersetzt, informiert die Heimleiterin. Auch bei Ausflügen fordert die Hitze derzeit ihren Tribut. So haben die Betreuer eine für diese Woche geplante Tour nach Maria Vesperbild in Ziemetshausen gestrichen. Jetzt geht es "nur" in den Taxispark nach Dillingen. Dort können sich die Ausflügler auf dem Kneipp-Wohlfühlpfad vergnügen. Die Hitze belaste nicht nur die Senioren, sagt Maria Fischer-Niebler: "Wenn es lange so heiß ist, ist das auch für das Personal ein riesiger Kraftakt."

Für einen Sommer sei das normal, meint dagegen der Pflegedienstleiter an der Dillinger Kreisklinik St. Elisabeth, Max Kapfer. Erste Aufgabe am Morgen sei das Lüften. "Und dann ist es wichtig, rechtzeitig die Jalousien herunterzufahren und die Fenster wieder zu schließen." Im Dillinger Kreiskrankenhaus, so Kapfer, sei es in den Zimmern noch relativ angenehm. Wenn Patienten schwitzen, bekommen sie leichtere Bettdecken oder Leintücher. "Natürlich ist die Hitze für Patienten eine Belastung", sagt der Pflegedienstleiter. Die Klinik biete deshalb sehr viel Wasser zum Trinken an.

In der Wasser-Matsch-Anlage

Für Buben und Mädchen in Kindergärten ist der heiße Sommer wohl eher ein Vergnügen. So sieht es jedenfalls die Leiterin des Montessori-Kinderhauses St. Franziskus in Gundelfingen, Heidemarie Hitzler. Im zertifizierten Kneipp-Kindergarten werde ganz viel mit Wasser gemacht. Es gibt die Möglichkeit, sich bei Armbädern nach Kneipp abzukühlen. Besonders gefragt sei derzeit die "Wasser-Matsch-Anlage". Die Erzieherinnen achten ebenfalls genau darauf, dass Buben und Mädchen ausreichend trinken. Und sie schauen, dass die Kinder Sonnenschutzcreme auftragen und Käppchen aufhaben. Der Sonnenschein sei den Buben und Mädchen willkommen, sagt Hitzler: "Die Kinder sind im Sommer in unserem Abenteuergarten glücklich."

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