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02.07.2010

Bund Naturschutz lehnt Umfahrung ab

Dillingen Der Vorstand der Kreisgruppe des Bundes Naturschutz (BN) lehnt laut einer Pressemitteilung die geplante Ortsumfahrung Bachhagel-Burghagel der Staatstrasse St1082 einstimmig ab. Es sei ein Armutszeugnis, dass Politik und die zuständigen Behörden trotz eines nahezu bankrotten Staates zum Umdenken nicht fähig seien. "Sobald irgendwelche Zuschüsse winken, verfallen sie in einen Gigantismus, der schon zur Gefahr für Natur und Mensch wird. Offensichtlich soll hier die schwäbische Variante der Chinesischen Mauer verwirklicht werden", erklärte BN-Kreisvorsitzender Dieter Leippert. So sei es nicht vermittelbar, dass bei einer derzeitigen Verkehrslast von gerade einmal 2800 Fahrzeugen am Tag die Straßenführung nicht dem Gelände angepasst wird, sondern teilweise ein bis zu sieben Meter hoher Straßendamm errichtet werden soll.

Hierdurch werde die gesamte Landschaft nördlich von Bachhagel und Burghagel verschandelt. Ebenso zeugten auch die geplanten kreuzungsfreien Anschlüsse, wie sie eigentlich nur in Metropolen zu erwarten seien, wie arglos mit dem Geld der Bürger seitens der Verantwortlichen umgegangen werde. Hierbei sei es egal, ob Bund, Freistaat oder Kommune die maßlosen Steuergeldverschwendungen finanziere. Letztendlich zahle diese sinnlose Geldvernichtung in Form einer überdimensionierten Straße der Steuerzahler. Die Auswirkung auf die Natur könne man bisher nicht abschließend beurteilen, weil im Gegensatz zur üblichen Praxis der BN bisher in die Planungen noch nicht eingebunden worden sei, heißt es in der Pressemitteilung. Nach den vorliegenden Informationen seien die Untersuchungen hinsichtlich des Artenschutzes jedoch unzureichend, da die lückenhaften Daten am Schreibtisch und nicht im Gelände erhoben worden seien.

Auf jeden Fall hinterlasse der Neubau einer Straße stets eine Wunde in der Natur. "Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen für den Naturhaushalt können hierbei nur die Schmerzen lindern, wobei ein dem Gelände angepasster Straßenverlauf die beste Kompensation darstellt", so Leippert. Deshalb werde man nichts unversucht lassen, die Straße in der geplanten Form zu verhindern. (pm)

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