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16.07.2010

Contra Atomkraft - pro Windkraft

Lauingen Die einen ächzen über die Hitze, die Sonne, ihre Strahlen. Andere freuen sich darüber. Zum Beispiel Raimund Kamm. Denn just am vergangenen Mittwochmittag, so sagt er, sei in Deutschland halb so viel Strom mit Solaranlagen erzeugt worden, wie zur selben Zeit mit Atomkraftwerken. Eine Tatsache, so der Vorsitzende des Vereins "Forum - Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik", die er sich selbst vor Jahren nicht vorstellen hätte können. "Und dazu kommt Wind, Wasser, Biomasse."

Am Mittwochabend treffen sich Mitglieder des Forums in Lauingen im Kastanienhof. Ihr Ziel ist klar: der Ausstieg aus der Atomkraft. Dafür kämpft das Forum mit Aktionen, Demonstrationen und Informationen für die Bürger. Die Lösung sind für Kamm und seine Mitstreiter regenerative Energieformen. Und dazu gehöre auch die Windkraft, auch in der Region. Die Bürgerinitiative befürwortet zum Beispiel die Windräder in Zöschingen.

Kamm berichtet, er habe mit Bürgermeister Norbert Schön und Gemeinderatsmitgliedern gesprochen. Zudem sei er selbst in den kleinen Ort gefahren, um sich ein Bild zu machen. Und mit seinem Augsburger Kennzeichen sei er da gleich aufgefallen. Zumindest habe einer der Gesprächspartner gesagt: "Ja, ja, ich hab schon gehört, dass sie bei uns waren." Kamm will nun mit allen Beteiligten an einem runden Tisch über den geplanten Windpark sprechen: "Was rauskommt, weiß keiner."

Unternehmer Georg Honold will den Windpark bei Zöschingen errichten. Er ist an diesem Abend ebenfalls nach Lauingen gekommen. 175 Meter - bis zur obersten Flügelspitze gemessen - werden die Anlagen hoch. Und in einem Jahr könne mit den 13 Windrädern so viel Strom erzeugt werden, wie die Hälfte der Privathaushalte im ganzen Landkreis Dillingen im gleichen Zeitraum benötigen. Würden alle Windräder in Deutschland diese Leistung bringen, dann könnte man damit 56 Prozent des gesamten Strombedarfs erzeugen, sagt Honold. Selbst für das Speicherproblem gebe es bereits Lösungen.

Kamm versteht, dass Menschen der Windkraft teils ablehnend gegenüberstehen. Er sagt, es sei Aufgabe der BI, mit diesen Bürgern zu sprechen. Man müsse erklären, warum man diese Energieform befürworte. Dass mancher angesichts des Baus von Windrädern urplötzlich zum Naturschützer werde, das kann er jedoch nicht nachvollziehen.

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