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Kreis Dillingen

30.12.2020

Corona-Pandemie: Zahl der Todesopfer im Kreis Dillingen steigt

In der Wertinger Pflegeeinrichtung St. Klara helfen inzwischen Soldaten der Bundeswehr, nachdem nicht nur Bewohner, sondern auch Mitarbeiter an Covid-19 erkrankt sind oder sich in Quarantäne befinden.
Bild: Elli Höchstätter

Plus Je zwei Bewohner der Seniorenheime Bissingen und Wertingen sind gestorben. Wie das Bissinger Heim reagiert hat - und ab wann kann man sich eigentlich in Wertinger Impfzentrum impfen lassen?

Zum ersten Mal nach zwei Monaten ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Dillingen auf unter 100 gesunken. Der Wert der Neuinfektionen pro 100000 Einwohner in sieben Tagen lag am Mittwoch bei 97,35. Zuletzt war er am 29. Oktober so niedrig gewesen. Doch die Zahl der aktiven Fälle ist immer noch hoch und auch die Zahl der Todesopfer im Landkreis Dillingen steigt.

Das Pro-Seniore-Heim in Bissingen steht unter Quarantäne

Wie das Landratsamt am Mittwoch mitteilte, sind am Dienstag zwei Bewohner der Pflegeeinrichtung Pro Seniore in Bissingen im Alter von 86 und 94 Jahren verstorben. Beide wurden laut Pressemitteilung im Rahmen des neuerlichen Krankheitsausbruchs in der Einrichtung am 21. Dezember positiv getestet. Der 86-jährige Bewohner verstarb im Krankenhaus Donauwörth. Pro-Seniore-Pressesprecher Peter Müller teilte auf Anfrage mit, dass inzwischen alle Mitarbeiter vor Dienstbeginn auf das Coronavirus getestet werden.

Warum es in Bissingen Grund zur Hoffnung gibt

Dass zwei Bewohner, die beide bereits zum zweiten Mal positiv getestet wurden, nun beide ein negatives Ergebnis haben, mache Hoffnung, dass sich die Lage in Bissingen bessert, sagte Müller. Das Haus stehe zurzeit unter Quarantäne. Der Kontakt zu Angehörigen und Freunden außerhalb der Einrichtung sei über Videotelefonie möglich. „Wir setzen darauf, dass die Impfung den Druck rausnimmt. Doch wann bei uns geimpft wird, das wissen wir noch nicht.“ In einem anderen Haus der Gruppe hätten sich neben den Bewohnern auch alle Mitarbeiter freiwillig impfen lassen.

In der Wertingen helfen Soldaten in St. Klara mit

Auch in der Wertinger Senioreneinrichtung St. Klara ist die Situation weiter sehr angespannt. Dort verstarb eine 94-Jährige, die am 23. Dezember positiv getestet worden war. Zudem verstarb bereits am 25. Dezember ein Patient im Alter von 84 Jahren, der positiv getestet war, im Krankenhaus Wertingen. Damit sind im Landkreis Dillingen inzwischen insgesamt 78 Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gestorben. Da im Wertinger Seniorenheim viele Mitarbeiter erkrankt oder in Quarantäne sind, helfen nun auch Soldaten der Bundeswehr. Sie unterstützen die Mitarbeiter in den Bereichen der hausmeisterlichen oder verwaltungstechnischen Arbeit, aber auch bei der Essenseingabe.

Wie das Landratsamt mitteilt, sind noch keine Terminvereinbarungen im Impfzentrum Wertingen für die Bevölkerung möglich. Aufgrund des Impfstarts haben sich bereits Bürger der Altersgruppe der über 80-Jährigen erkundigt, wo und wann Termine für eine Corona-Impfung vereinbart werden können. Doch dafür müsse zunächst Impfstoff in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Entsprechend der vom Bund vorgegebenen Priorisierung werden zunächst die besonders gefährdeten Gruppen in Alten- und Pflegeeinrichtungen im Landkreis durch die mobilen Impfteams geimpft. (pm/elhö)

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