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Kommentar

16.05.2020

Corona und die Zeitfrage

Was soll daran bloß gut sein? Wegen Corona fällt so vieles aus. Aber eines Tages, vielleicht, werden wir sagen...

Auch Familien leiden, sei es unter Kurzarbeit oder im schlimmsten Fall Arbeitslosigkeit. Auch, wer zuhause arbeitet, die Kinder beschulen muss und dann noch ein warmes Mittagessen hinstellen soll, ist extrem gefordert. Wie soll man auch eine Videokonferenz leiten, wenn sich die Dreijährige auf Papas Schoß drängt.

Jetzt dürfen zwar manche Kinder und Jugendliche wieder in die Schule – aber nicht alle. Wieder eine neue Herausforderung, wieder eine Umstellung. Nicht nur für die Eltern; sondern auch für die Kinder, die ihre Freunde schmerzlich vermissen und nicht mal schnell eine Whatsapp-Nachricht verschicken können. Ganz zu schweigen von jungen Menschen mit Behinderung, die noch mal ganz anders unter Veränderungen leiden.

Manche genießen diese Zeit extrem

Aber es gibt Familien, die diese Zeit der Einschränkungen extrem genießen. Die sich freuen, dass alle auf einmal zum Mittagessen kommen. Man kann sich zusammen an einen Tisch setzen. Keiner fehlt wegen Arbeit oder Nachmittagsunterricht. Gemeinsame Ausflüge, Spieleabende, ausgedehnte Diskussionen – dafür ist plötzlich Zeit.

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Die Einschränkungen haben auch Vorteile

Es hat ja auch Vorteile, dass so vieles ausfällt: Der Schüler vermisst Mathe nicht so sehr, sondern entdeckt gerade neue Hobbys. Die Mutter muss nicht das Taxi zwischen Trompetenunterricht, Fußballtraining und Kindergeburtstag fahren. Der ein oder andere Vater lernt seine Sprösslinge jetzt vielleicht ganz neu kennen.

Es werden wieder andere Zeiten kommen. Wenn die einen wieder ins Büro und die anderen wieder in die Schule gehen. Dann dauert es nur noch ein bisschen, bis einer sagt: „Früher, wisst ihr noch, da mit dem Corona, da hatten wir viel mehr Zeit füreinander.“

Lesen Sie dazu auch den Bericht: „Von der Normalität sind wir weit entfernt“

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