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Lauingen

04.09.2018

Da waren’s nur noch drei Bürgermeisterkandidaten

So sieht das Büro aus, in dem der Gewinner der Wahl am 14. Oktober arbeiten wird. Das Arbeitszimmer des Lauinger Bürgermeisters im Rathaus. Seit Dienstag steht fest: Nicht vier, sondern drei Kandidaten treten zur Wahl an.
Bild: Jakob Stadler

Lauingens nächster Bürgermeister heißt Müller, Müller oder Stocker. Der parteilose Hans Hofer erhielt nicht genügend Unterschriften, um antreten zu dürfen.

Hans Hofer ist raus. Das entschied der Wahlausschuss für die Bürgermeisterwahl in Lauingen in seiner Sitzung am Dienstagnachmittag. Hofer hatte am letzten Tag der Frist einen Wahlvorschlag eingereicht. Da er als parteiloser Bewerber ins Rennen ging, benötigte er 180 Unterschriften, um an der Wahl teilnehmen zu können. Die Hürde erreichte der ehemalige Hausmeister nicht. Bis zum Ende der Frist – Montag, 12 Uhr, – unterschrieben nur 30 Unterstützer im Bürgerbüro.

Formale Fehler beim Wahlvorschlag

In der Sitzung ging Wahlleiter Martin Winkler darauf ein, dass es bei Hofers Wahlvorschlag weitere Mängel gab. So habe es zwar eine Anwesenheitsliste der Nominierungsveranstaltung gegeben, aber keine Unterzeichnungen dieser Teilnehmer des Wahlvorschlages selbst. Andere Fehler waren, dass schriftliche Zustimmung und nötige Erklärungen des Bewerbers selbst fehlten. Zudem hätte zur Nominierungsveranstaltung öffentlich geladen werden müssen, die Abstimmung hätte geheim sein müssen – es gebe Indizien, dass das nicht eingehalten wurde. Nachdem auch die 180 Unterschriften nicht erreicht wurden, war der Fall klar. Der Ausschuss folgte der Empfehlung des Wahlleiters. „Damit ist der Wahlvorschlag einstimmig für ungültig erklärt“, sagte Winkler.

Hans Hofer ist enttäuscht. „Ob die Unterschriften jetzt auf der einen oder auf der anderen Liste stehen …“, sagt er am Telefon. Ihn ärgere, dass er, als er den Wahlvorschlag abgegeben hat, erst so spät über die Mängel informiert worden sei. 11.45 Uhr am letztmöglichen Tag wurde als Abgabe-Zeitpunkt festgehalten. „Gut, ich war natürlich auch spät dran.“ Doch erfahren, dass die Unterschriften unter dem Wahlvorschlag fehlen, habe er erst am späten Nachmittag, ganz kurz vor Fristende. Er habe sich jetzt von einem Anwalt beraten lassen. Hofer hat bis zum 10. September Zeit, Beschwerde gegen den Bescheid einzureichen. Dann müsste der Wahlausschuss am 11. September noch einmal tagen. Er überlege sich das noch, sagt Hofer.

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Haustürbesuche, Infostände, Diskussionen

Die drei bestätigten Kandidaten können sich nun auf den Wahlkampf konzentrieren. Für Claudia Stocker (FDP), Matti Müller (SPD) und Katja Müller (CSU) bleiben noch etwas mehr als fünf Wochen, um Wähler zu überzeugen.

Matti Müller erklärt, er habe vergangenen Samstag zum ersten Mal seinen Infostand am Marktplatz aufgebaut. Dort will er bis zur Wahl jeden Samstag Bürger informieren. Die Wahlkampfveranstaltungen beginnen am 13. September, als Erstes stellt er sich den Bürgern im Kolpinghaus vor. Der Fokus liege aktuell auf Haustürbesuchen. Darüber hinaus wolle er Veranstaltungen in der Stadt besuchen, etwa die Feier der Freiwilligen Feuerwehr. Am Wochenende war Müller mit seiner Frau auf dem Herbstmarkt. „Da haben wir viele Menschen getroffen und ich habe viele Gespräche geführt“, sagt er.

Die ersten Wahlkampfveranstaltungen

Das, erklärt Claudia Stocker, tue sie eigentlich immer. Die einzige Kandidatin aus Lauingen spricht hier vom „Heimvorteil“. „Ich bin in Lauingen unterwegs, ich wohne dort und kaufe dort ein“, sagt sie. Die Bürger nutzten das, um sie anzusprechen. „Da bin ich sehr froh drüber“, sagt sie. Darüber hinaus plant Stocker Informations- und Wahlkampfveranstaltungen. Am Samstag wird auch sie mit einem Infostand auf dem Marktplatz vertreten sein. Bereits am Donnerstag, 6. September, ist der Wahlkampfauftakt geplant, in diesem Fall in der Schützenklause im Ortsteil Frauenriedhausen.

Katja Müller hat schon viele Haustürbesuche hinter sich, dafür ist sie in allen Ortsteilen unterwegs. Sie verteilt Flyer mit Informationen über sich, neue, mit ihren Zielen, sind in Arbeit. Auch beim Stadtpfarrer hat sie sich vorgestellt. „Ich bin jetzt fast täglich in Lauingen und merke, dass die Menschen mich langsam erkennen“, sagt sie. Damit noch mehr Menschen die Kandidatin kennenlernen, hat sie an der Stadtmauer ein Video gedreht, das sie demnächst auf ihrer Internetseite veröffentlicht. Ihre Wahlkampfveranstaltungen beginnen am Mittwoch, 12. September, in Faimingen.

Alle Infos zur Bürgermeisterwahl finden Sie hier: Was Sie zur Lauinger Bürgermeisterwahl 2018 wissen sollten

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