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Dillingen/Lauingen

27.07.2020

Damit Senioren in Dillingen und Lauingen lange zu Hause wohnen können

Eine Seniorengemeinschaft soll Menschen in Dillingen und Lauingen ermöglichen, auch im Alter selbstbestimmt zu Hause wohnen zu können.
Bild: Seniorengemeinschaft

Plus Die Seniorengemeinschaft Dillingen-Lauingen ist gegründet. Wann sie loslegen kann.

Viele Senioren sind fit. Sie mähen gerne Rasen und können sich gut vorstellen, das auch bei anderen zu tun. Oder sie nehmen gerne andere zum Einkaufen mit oder bringen das Gewünschte nach Hause. Sie fahren jemanden zum Arzt und können kleinere Reparaturen im Haus und Garten erledigen. Und dann gibt es diejenigen, die genau diese Hilfe brauchen, um so lange wie möglich zu Hause in den eigenen vier Wänden ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Um beide Seiten zusammenzubringen, gründeten engagierte Dillinger und Lauinger jetzt im Dillinger Colleg den Verein Seniorengemeinschaft Dillingen-Lauingen. Schon Ende März wollten die Ehrenamtlichen um den Hausener Gerhard Brecht die Gründungsversammlung durchführen. Aber Corona machte dem zunächst einen Strich durch die Rechnung. „Wir waren im Fluss und wurden ausgebremst“, sagte Brecht. So fand die Gründung auch nicht wie geplant im großen Rahmen, sondern im Kreis von geladenen Gästen statt.

Seniorengemeinschaft: Dillingen und Lauingen unterstützen das Vorhaben

Zusätzlich zu den 19 Mitgliedern, welche die Satzung und Geschäftsordnung beschlossen haben, stimmten auch zwei Vertreter von Fördermitgliedern über die Regularien ab und einstimmig für das neue Vorstandsteam: Oberbürgermeister Frank Kunz für die Stadt Dillingen und Lauingens Bürgermeisterin Katja Müller, die zugleich als Wahlleiter und Wahlhelferin fungierten. Brecht erklärte den Anwesenden erfreut, dass beide Städte zugesagt haben, die Seniorengemeinschaft für jeweils fünf Jahre mit einem Euro pro Einwohner zu unterstützen.

Damit Senioren in Dillingen und Lauingen lange zu Hause wohnen können
Sie stehen für die Seniorengemeinschaft Dillingen-Lauingen: (vordere Reihe, von links) Lauingens Bürgermeisterin Katja Müller, Vorsitzender Gerhard Brecht, Zweite Vorsitzende Auguste Öland, Dillingens Oberbürgermeister Frank Kunz, Schatzmeisterin Monika Kreuzer und Schriftführerin Regina Schmidt. Sie werden von den acht Beisitzern unterstützt, die in den hinteren Reihen zu sehen sind. Erika Schweizer fehlte aufgrund von schulischen Verpflichtungen.
Bild: Brigitte Bunk

Kunz erinnerte an den Hinweis von Brecht im Stadtrat, dass im Jahr 2030 jeder dritte Dillinger älter als 65 sein wird. Er weiß: „Das bringt verschiedene Aufgaben mit sich und manchmal geht es auch um Kleinigkeiten.“ So bietet die Stadt als zusätzlichen Service im Rathaus durch Elisabeth Kahr zertifizierte Pflege- und Wohnberatung an. Bei aller Freude bittet Kunz aber aufgrund der aktuellen Situation: „Passen Sie auf sich und die anderen auf, halten Sie genügend Abstand und handeln mit der nötigen Vorsicht.“ Katja Müller wünscht sich, dass viele Bürger dieses Angebot annehmen, bei dem auch die Lauinger Stadtvertreter trotz der Finanzlage entschieden haben, dass die Förderung sinnvoll angelegt ist.

Zum Ersten Vorsitzenden wurde Gerhard Brecht gewählt, er wird von der Zweiten Vorsitzenden Auguste Öland unterstützt, Schatzmeisterin ist Monika Kreuzer und Schriftführerin Regina Schmidt. Die acht Beisitzer sind Walter Gögelein, Marianne Spegel, Vitus Kleinle, Bernhard Adler, Erika Schweizer, Sigrid Mack, Georg Weishaupt und Hubert Probst. Kassenprüfer sind Walter Prinz und Siegbert Kreuzer.

Die Helfer können das Geld auszahlen lassen oder für die eigene Zukunft sparen

Sobald die Eintragung beim Amtsgericht erfolgt ist, können sie loslegen. Gerhard Brecht schätzt, dass das Mitte September sein wird. In St. Ulrich wird die Geschäftsstelle der Seniorengemeinschaft Dillingen-Lauingen dann zu finden sein, berichtete der Vorsitzende. Christine Ramsperger und Monika Kreuzer helfen den Mitgliedern und Interessierten dort bei ihren Anliegen.

Wer eine Leistung in Anspruch nimmt, zahlt zehn Euro pro Stunde. Sieben Euro bekommen die Helfer gutgeschrieben, sie können es sich auszahlen lassen oder auf einem Konto liegen lassen und nutzen, wenn sie selbst einmal Hilfe brauchen können. Drei Euro gehen an die Seniorengemeinschaft für die Organisation und Verwaltung.

Senioren können sich so maximal 2400 Euro im Jahr hinzuverdienen. Informationsveranstaltungen, bei denen die Dillinger und Lauinger ihre Fragen stellen und beitreten können, sind Anfang September geplant, der genaue Termin wird in unserer Zeitung bekannt gegeben.

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