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12.11.2014

Damit alle Höchstädter schnell surfen

Stadt will in neues Förderprogramm einsteigen. Sechs Gebiete werden untersucht

Südlich der Bahnlinie, ein kleiner Fleck im Westen der Stadtmitte, im Bereich der Schule, am Kreisel beim Gewerbegebiet sowie in den Siedlungsgebieten im Süden und Osten. Genau dort überall können die Menschen in Höchstädt noch nicht schnell surfen – zumindest nicht so schnell, wie es ihre Mitbürger im Rest der Stadt oder in den Stadtteilen bereits können und bald können werden. Die 210 Gebäude in diesen Gebieten haben aktuell unter 30 Mbit/s zur Verfügung. Deshalb, so war es am Montagabend der einstimmige Wunsch des Höchstädter Stadtrates, sollen alle sechs Gebiete nun genau untersucht werden – um dann entscheiden zu können, ob die Stadt komplett ausgebaut wird oder nicht. Bürgermeister Stefan Lenz sagte: „Es kostet gleich viel, egal, wie viele Gebiete wir untersuchen lassen. Das machen wir jetzt auf jeden Fall.“

Diese Untersuchungen übernimmt die Firma „Corwese“, Paul Roither stellte dem Gremium am Montag die entsprechenden Pläne vor. Für alle sechs oben genannten Gebiete hat der Diplom-Ingenieur sowohl einen Ausbau mit Glasfaser als auch einen Ausbau mit Outdoor-DSLAM durchgerechnet. „Meine ersten Berechnungen basieren alle darauf, dass wir die vorhandene Infrastruktur der Telekom nutzen können“, so Roither. Deshalb seien die ersten Kostenschätzungen tatsächlich nur Schätzungen und keinesfalls für bare Münze zu halten. Demnach rechnete Roither für einen kompletten Glasfaser-Ausbau einen Eigenanteil der Stadt Höch-städt mit rund 164000 Euro aus, bei einem Ausbau mit DSLAM beläuft sich ein erster Betrag auf rund 70000 Euro. „Bislang war es nicht möglich, auch reine Siedlungsgebiete mit aufzunehmen, aber das neue Förderprogramm wurde erweitert“, erklärte Roither. Für welchen Ausbau sich die Stadt entscheidet, oder ob tatsächlich alle sechs Gebiete mit schnellem Internet versorgt werden sollen, das steht noch in den Sternen. Im ersten Schritt hat der Stadtrat zunächst zugestimmt, dass alles untersucht und genaue Kosten berechnet werden.

Eine detaillierte Aufstellung präsentierte dagegen Hermann Rupp, Förster beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Er ist seit vielen Jahren unter anderem für die Wälder der Stadt Höchstädt zuständig. In seinem Bericht erläuterte er, dass im Stadtwald 2013 Mehreinnahmen in Höhe von rund 15000 Euro (2012: 21000 Euro), im Wald der Hospitalstiftung Mehreinnahmen in Höhe von rund 578000 Euro (2012: 27300 Euro) verbucht werden konnten. Für das kommende Jahr plane Rupp mit 980 Festmetern Stadtwald und 1100 Festmetern Hospitalwald.

Stadtrat Günter Ballis sprach bei der Sitzung am Montag an, dass er sich wünsche, dass in Sachen Nutzholz Höchstädter Betriebe berücksichtigt werden – ein Anliegen, das der nicht zum ersten Mal auf den Tisch bringt. „Und ich werde es immer wieder sagen. Es kann einfach nicht angehen, dass ein Höchstädter Betrieb ausgeschlossen wird“, so Ballis.

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