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06.09.2016

Damit der Radelspaß rund um Dillingen ein Erlebnis wird

Am 11. September fällt der Startschuss für den Radelspaß rund um Dillingen. Dann werden auf den Straßen im Landkreis wieder Tausende unterwegs sein. Zahlreiche Vereine und Ehrenamtliche sorgen an der Strecke dafür, dass ihre Tour zum Genuss wird.
Bild: Aumiller

Naherholung Vor dem Start am 11. September haben die Ehrenamtlichen einiges zu tun

Landkreis Eigentlich schwingt sich Manfred Hitzler zum Radelspaß jedes Jahr selbst auf den Drahtesel, um auf zwei Rädern die Region zu erkunden. Doch dazu wird er in diesem Jahr keine Zeit haben. Denn am Sonntag ist der Hof des Kicklingers eine von unzähligen Raststationen an der Strecke. Schweißtreibend wird es für ihn deshalb schon lange bevor am 11. September der Startschuss fällt.

Damit die Kicklinger Vereine, die die Bewirtung übernehmen, Platz für die Bestuhlung haben, muss die Maschinenhalle ausgeräumt werden. Teile des Hofs, sagt Manfred Hitzler, werden mit Bauzäunen abgesperrt, damit nichts passieren kann. Und dann muss Hitzler natürlich noch die Hofführungen selbst vorbereiten, während der Bauernverband die Strohhüpfburg errichtet. Trotz der Arbeit ist der Landwirt froh, dass der Radelspaß in diesem Jahr durch seinen Heimatort kommt. Schließlich könne man sich da als Dorf nach außen präsentieren.

Nicht nur in Kicklingen haben die Radler am Sonntag die Möglichkeit, entlang der Strecke wieder neue Energie zu tanken, Wissenswertes zu erfahren oder vom Rad ins Boot oder auf ein Segway umzusteigen. Auch in diesem Jahr haben zahlreiche Vereine und Institutionen entlang der Strecke wieder Rast- und Erlebnisstationen eingerichtet. Oberbürgermeister Frank Kunz dankt aus diesem Grund nicht nur den Organisatoren und Verantwortlichen von Donautal-Aktiv, die den Donautal-Radelspaß in den zurückliegenden Monaten gemeinsam mit einer Vielzahl an Unterstützern und Vereinen vorbereitet haben. „Auch allen ehrenamtlichen Helfern in den verschiedensten Funktionen gebührt für ihren Einsatz größter Dank – ohne sie wäre das Gelingen einer solchen Veranstaltung gar nicht denkbar“, sagt Kunz.

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Ein gutes Dutzend Helfer bietet etwa der Segelclub Dillinger Land am Wagersee auf. Dort können die Radelspaßgäste sich stärken oder das Rad gegen ein Segelboot tauschen. Nach dem Unfall auf den Feldtagen in Finningen hat sich Clubchef Markus Kapfer ausführlich mit dem Versicherungsschutz beschäftigt und die Veranstaltung noch einmal extra abgesichert. Nun hofft er, dass viele Radler am Wagersee Station machen. Denn von dem, was am Ende übrig bleibt, sollen Anschaffungen für die Jugend gemacht werden.

Auch in Eppisburg hofft die Vereinsgemeinschaft, dass am Ende etwas hängen bleibt. Schließlich habe man für die neue Bestuhlung der Gemeindehalle 20000 Euro ausgegeben, sagt Max Wiedenmann. Ursprünglich sollte die erst später geliefert werden. Weil aber der Radelspaß anstand, drückten die Eppisburger Vereine aufs Tempo, damit die Radler nicht auf einer harten Bierbank rasten müssen, nachdem sie vom Sattel gestiegen sind. So schmecken die mehr als ein Dutzend Kuchen, die die Frauen in Eppisburg für die Radler backen, gleich noch besser.

Köstlichkeiten haben auch die Holzheimer Imker im Angebot. Dort, erzählt Alois Schuster, seien die Damen gerade dabei, leckere Rezepte für Fitnessgetränke mit Honig auszusuchen. Nebenbei werden in diesen Tagen noch der Lehrbienenstand und das Umfeld auf Vordermann gebracht. Für die Imker war gleich klar, dass sie mit dabei sein wollen: „Wenn der Radelspaß in zwölf Jahren schon einmal nach Holzheim kommt, dann muss man da was machen.“ So sieht es auch Andrea Mayershofer von der Mayershofer Mühle in Aislingen, wo es am Sonntag Führungen geben wird. Am Donnerstag kehrt sie mit ihrer Familie aus dem Spanienurlaub zurück und macht sich dann sofort an die Vorbereitungen. „Nach der Ernte war das alles sehr eingestaubt“, sagt sie. So geht es vermutlich auch einigen Drahteseln, die zum Radelspaß aus dem Keller kommen.

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