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Dillinger

29.01.2019

Damit die Soldaten im Einsatz wissen, dass jemand hinter ihnen steht

Soldaten des Informationstechnikbataillons 292 vom Standort Dillingen sind weltweit im Einsatz. Der Kreisverband der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung will den Soldaten den Rücken stärken.
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Soldaten des Informationstechnikbataillons 292 vom Standort Dillingen sind weltweit im Einsatz. Der Kreisverband der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung will den Soldaten den Rücken stärken.

Der Kreisverband der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung freut sich in Weisingen über einen prominenten Gast und betont die Bedeutung seiner Arbeit - vor allem für die Soldaten aus Dillingen.

Die Freude war Kreisvorsitzendem Anton Schön anzumerken, als er in seiner Ansprache die Ehrengäste begrüßte. Sie alle drückten mit dem Besuch der Kreisvollversammlung des (BKV) in Weisingen aus, wie sehr sie die geleistete Arbeit schätzen. Dieses Jahr nahm sich auch Ulrich Lange Zeit. Schön betonte: „Meines Wissens ist es das erste Mal, dass ein Bundestagsabgeordneter an unserer Kreisvollversammlung teilnimmt.“ Dass Lange den Kreisverband zu einer Informationsfahrt nach Berlin eingeladen hatte, war für den Kreisvorsitzenden ein weiteres Zeichen der Anerkennung der Arbeit des Kreis-BKV. Die hat das Ziel, nachfolgenden Generationen nahezubringen, wie wichtig es ist, sich für den Frieden einzusetzen. Außerdem stärken sie den Soldaten der Deutschen Bundeswehr bei ihren „nicht immer ungefährlichen Einsätzen zur Friedenssicherung in aller Welt und besonders für unser Deutsches Vaterland“ den Rücken. Vor allem dem Informationstechnikbataillon (ITBtl) 292 am Standort in Dillingen. Denn Anton Schön ist klar: „Sie brauchen uns mehr denn je und müssen wissen, dass jemand hinter ihnen steht.“ Dafür bedankte sich in Weisingen Hauptmann Markus Weiland.

Die Aktivitäten auf Bundeswehr-Ebene benannte Kreisgeschäftsführer und -schriftführer Stefan Käsmayr in seinem Jahresbericht. Die Teilnahme am Sicherheitspolitischen Neujahrsempfang gehört dazu ebenso wie an Gelöbnissen, Verabschiedungs- und Rückkehrerappellen, der Kommandoübergabe, des Unterstützerstammtisches und noch vieles mehr. Friedenswallfahrten und die Beteiligung beim Gedenken am Volkstrauertag setzen ein Zeichen nach außen. Der Besuch von Kreisvorstandsmitgliedern bei den Vereinen vor Ort sind weitere wichtige Punkte auf der Liste der Aktivitäten. Dass auch finanziell alles bestens steht, erläuterte Kreisschatzmeister Achim Wurm. Dass dieses Jahr trotz aller Bemühungen der Krieger- und Soldatenverein Pfaffenhofen aufgelöst werden musste, weil kein neuer Vorstand gebildet werden konnte, „tut weh und schmerzt“, betonte Schön. Dass der Verein aus Peterswörth überlegt beizutreten, sieht er als positives Signal.

Landrat Leo Schrell erinnert sich an seine Kindheit

Der Tag des Gedenkens der Opfer des Nationalsozialismus, und wie eng das mit der Wahl des Europäischen Parlaments am 26. Mai zusammenhängt, durchzog die Grußworte der Ehrengäste wie ein roter Faden.

Landrat Leo Schrell betonte: „Unsere Gesellschaft und unser Leben sind extrem komplex. Es geht nicht um Sieg oder Niederlage, sondern darum, eine gemeinsame Grundlage zu finden, einen Kompromiss.“ Schrell zitierte die Präambel der Bayerischen Verfassung, erinnerte an die 1960er/70er Jahre, als er in seiner Kindheit viele Menschen erlebte, die mit den Folgen des Kriegs leben mussten. Dass demokratisch gewählte Abgeordnete des Bayerischen Landtages sich erdreisten, eine Gedenkfeier zu verlassen, die an die Befreiung der Gefangenen im Konzentrationslager in Auschwitz erinnert, erinnert den Landrat an den „Geist, der dazu führte, dass Milliarden von Menschen verkrüppelt wurden“. Sein Appell: „Gehen Sie zur Europawahl, das entscheidet über das Wohl und Wehe in Europa.“

Bundestagsabgeordneter Lange nannte seine persönliche Meinung, dass er die Aussetzung der Wehrpflicht für einen Fehler hält. Denn sie stellte die Verbindung dar zwischen der Gesellschaft und denen, die einen Dienst tun. Gerade heute, wo gerade die Jüngeren Frieden und Freiheit für selbstverständlich halten, da sie keine Berührung zu Menschen mehr haben, die das in unserem Land erlebt haben, „müssen wir unseren Kindern klar machen, was Europa bedeutet“. Landtagsabgeordneter Johann Häusler, der bei besagter Gedenkfeier im Landtag anwesend war, betonte, dass ein starkes Parlament sei, das für die Verfassung, den Frieden und die Versöhnung stehe und bat die Anwesenden, weiterhin zusammenzuhalten. Weitere Grußworte sprachen unter anderem Kreisrat Josef Sing, der die Grüße vom Landtagsabgeordneten Georg Winter überbrachte, und Vorsitzender Otmar Krumpholz vom BKV-Bezirksverband.

Kriegsgräber: Jedes Jahr finden 27.000 Umbettungen statt

Sebastian Weilbach berichtete als Geschäftsführer von der Arbeit des Volksbunds Deutscher Kriegsgräber. Der pflegt im Auftrag der Deutschen Bundesregierung 832 Kriegsgräberstätten im In- und Ausland, in über 40 Ländern, von Afrika über die USA bis nach Kirgistan. Jährlich finden noch rund 27000 Umbettungen statt. Jugendschulung und Bildungsarbeit ist dem Verein ebenfalls ein wichtiges Anliegen, beispielsweise bei internationalen Jugendbegegnungen und Workcamps, um das Verständnis für ein friedliches Miteinander in Europa zu stärken.

Auch Ehrungen standen auf dem Programm. Andreas Habel aus Mörslingen erhielt die Ehrennadel in Gold, Xaver Hurler aus Fronhofen-Thalheim und Mathias Karg aus Steinheim das Ehrenkreuz in Silber, Franz Hohenacker aus Wengen die BVK-Verdienstmedaille und Andreas Zanggl aus Gremheim das BKV-Verdienstkreuz in Silber. Das BKV-Verdienstkreuz in Bronze erhielt auch Stefan Käsmayr für seine Arbeit auf Kreis- und Bezirksebene.

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